Warum Christoph Kramer für Gladbach nicht zu halten ist

Derzeit sehr begehrt: Christoph Kramer. Auch wenn Gladbach den Mittelfeldspieler gerne halten würde, stehen die Chancen nicht gut.
Derzeit sehr begehrt: Christoph Kramer. Auch wenn Gladbach den Mittelfeldspieler gerne halten würde, stehen die Chancen nicht gut.
Foto: Bernd Thissen / dpa
Nach zwei Spielzeiten dürfte für Christoph Kramer Schluss sein bei Borussia Mönchengladbach. Denn der Weltmeister ist von Bayer Leverkusen nur ausgeliehen. Dass er über den Sommer 2015 hinaus in Gladbach bleibt, ist unwahrscheinlich. Denn Bayer will ihn keinesfalls an einen Bundesligisten verlieren.

Mönchengladbach. Seine bisherige Fußball-Karriere hat Christoph Kramer im Zick-Zack-Kurs durch Nordrhein-Westfalen geführt: Als C-Jugendspieler wurde er 2006 von Bayer Leverkusen aussortiert, wechselte dann zu Fortuna Düsseldorf, bevor er zwei Jahre später wieder zurück nach Leverkusen ging. 2011 verlieh man ihn an den VfL Bochum. Kramer entwickelte sich prächtig, so dass Gladbach im vergangenen Jahr auf ihn aufmerksam wurde. Dort reifte Kramer gar zum Weltmeister und soll nun erneut zurück - nach Leverkusen.

Auch wenn Gladbach den Mittelfeldspieler gerne halten würde, stehen die Chancen schlecht. "Es wird sehr, sehr schwer", bekannte Trainer Lucien Favre unlängst in einem Interview. Denn Kramer ist nur ausgeliehen, hat bei Bayer einen Vertrag bis 2017. Und dass Gladbach ihn aus diesem Vertrag herauskaufen kann, ist unwahrscheinlich. Nach Informationen der "Sportbild" will Bayer ihn unter keinen Umständen an einen direkten Konkurrenten verlieren.

Gespräch mit Bayer schon in der Winterpause geplant

Nur wenn sich also ein ausländischer Klub bereit erklären würde, eine hohe Ablöse für Kramer zu zahlen, würde Bayer den Nationalspieler ziehen lassen. Der würde allerdings am liebsten selbst über seine Zukunft bestimmen. "Fakt ist, dass ich mich in Gladbach wohlfühle. Fakt ist, dass ich Vertrag bei Bayer habe. Aber Fakt ist auch, dass andere Vereine Interesse haben", sagt er.

In der Winterpause wolle Kramer mit den Bayer-Verantwortlichen sprechen. Rückendeckung wird er dabei von Gladbach-Manager Max Eberl bekommen, der Kramer bereits im Sommer zugestand, ein Mitspracherecht zu haben. "Ich wäre kein guter Sportdirektor, wenn ich nicht alles dafür tun würde, dass der Spieler bei uns bleibt", so Eberl damals, ergänzte jedoch: "Es gibt im Profifußball Verträge, die man nicht außer Acht lassen kann." (we)

 
 

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