"Unverschämt, eine Bestrafung" - Gladbach-Torwart geht hart mit eigenen Fans ins Gericht

Marc-André ter Stegen war sauer und enttäuscht über die Pfiffe der eigenen Fans von Borussia Mönchengladbach.
Marc-André ter Stegen war sauer und enttäuscht über die Pfiffe der eigenen Fans von Borussia Mönchengladbach.
Foto: imago
Marc-André ter Stegen konnte nach der Partie nur den Kopf schütteln. Die Borussia aus Mönchengladbach gewann "dreckig" mit 1:0 gegen den Tabellenletzen aus Fürth, einige Fans allerdings pfiffen die eigene Mannschaft schon nach zehn Minuten aus. "Enttäuscht", sei ter Stegen und das sei "eine Unverschämtheit" gewesen.

Mönchengladbach. Marc-André ter Stegen, was fällt Ihnen heute zum Sieg gegen Fürth ein?

Marc-André ter Stegen: Drei Punkte. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Den Fans von Borussia Mönchengladbach viel mehr ein - sie applaudierten nicht nur, sondern fingen sogar früh an zu pfeifen.

Ter Stegen: Ich weiß nicht, was das sollte, und was einige Fans erwarten. Gegen Greuther Fürth nimmt man einen Dreier nicht eben im Vorbeigehen mit. Man hat heute gesehen, dass die gut kicken können und deshalb war das heute eine schwere Aufgabe.

Haben Sie die Pfiffe irritiert oder gar negativ beeinträchtigt?

Ter Stegen: Ja, wenn man schon nach zehn Minuten ausgepfiffen wird ist das nicht einfach. Und wenn dann noch einzelne Spieler unserer Mannschaft herausgepickt, finde ich das unverschämt. Mir fällt dazu nur wenig ein, das ist eine Bestrafung. Wir stehen so weit oben, das hätte vor zwei Jahren niemand gedacht. Und jetzt wird gepfiffen, wenn wir Fürth nicht mal eben im Vorbeigehen abschlachten. Dafür habe ich kein Verständnis. Das macht mich traurig und ich bin enttäuscht, was hier heute im Stadion abging. Das war ein dreckiger Sieg, der am Saisonende niemanden mehr interessiert.

Können die voreiligen Pfiffe auch ein Resultat der Kritik von Rainer Bonhof unter der Woche gewesen sein?

Ter Stegen: Das hat erstmal nichts mit diesem Spiel und uns auf dem Platz zu tun. Jeder darf seine Meinung haben und sagen. Bonhof und Favre haben das getan und damit sollte die Sache vom Tisch sein. Ich kann keine Antwort darauf geben, was das heute sollte.

Darf denn der Tabellenletzte so viele Chancen bei einem Europapokalanwärter haben?

Ter Stegen: Sicherlich nicht. Aber Fürth hat heute ein sehr gutes Spiel gemacht und wir haben die eine oder andere Torchance zu viel zugelassen. Die drei Punkte sind wichtiger als alles Negative, was man jetzt sagen kann. Wir haben viel zu analysieren, aber haben die drei Punkte.

 
 

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