Neu-Gladbacher Luuk de Jong verspürt Druck

Schindet sich im Trainingslager für seinen neuen Verein: Luuk de Jong will auch bei den Borussen seine Torjäger-Qualitäten unter Beweis stellen.
Schindet sich im Trainingslager für seinen neuen Verein: Luuk de Jong will auch bei den Borussen seine Torjäger-Qualitäten unter Beweis stellen.
Foto: imago
Luuk de Jong ist der teuerste Zugang in der Vereinsgeschichte von Borussia Mönchengladbach. Der Niederländer verspürt Druck angesichts der kolportierten Ablösesumme von 13 bis 15 Millionen Euro. Um in der Bundesliga zu bestehen, muss de Jong nach eigener Auffassung "tougher" werden.

Rottach-Egern.. Bislang konnten sich Borussia Mönchengladbach Fans nur im Training ein Bild von ihrem Zugang Luuk de Jong verschaffen. Am Mittwochabend wird der teuerste Spieler der Vereinsgeschichte in der Testpartie gegen 1860 München seinen ersten Einsatz im Fohlen-Dress haben. Vor dem Spiel stand der Niederländer noch Rede und Antwort.

Herr de Jong, Borussia Mönchengladbach hat zwischen 13 und 15 Millionen Euro für Sie auf den Tisch gelegt. Wie groß ist der Druck, der wegen dieser Summe auf Ihren Schultern lastet?

Luuk de Jong: Der Druck ist schon da, um ehrlich zu sein. Aber ich war Top-Scorer für Twente Enschede in den Niederlanden, und weil ich noch vertraglich gebunden war, musste mich Gladbach aus dem Kontrakt kaufen. Es ist normal, dass das ein bisschen Ablöse kostet. Ich bin glücklich, dass ich Borussia Mönchengladbach so viel Geld wert bin. Es ist für mich ein wichtiger Schritt in meiner Karriere und jetzt will ich Borussia das Vertrauen durch Leistung zurückzahlen. Ich ziehe wegen der hohen Summe natürlich viel Aufmerksamkeit auf mich, aber ich möchte nur Teil des Teams sein, meine Leistung bringen und meine Qualitäten zeigen. Dabei ist es mir egal, ob ich Tore schieße oder vorbereite. Ich bin ein Teamplayer, der Erfolg der Mannschaft steht im Vordergrund.

Wie hat die Mannschaft den Star aus den Niederlanden aufgenommen?

De Jong: Ich bin gut aufgenommen worden im Team und habe mit Roel Brouwers auch einen Landsmann, mit dem ich mir das Zimmer teile. Er kann mir hier bei der Borussia einige Dinge näher bringen und es ist gut, jemanden in der Mannschaft zu haben, der deine Sprache spricht. Ich finde gut, dass wir hier viele junge Spieler haben.

Unterscheidet sich das Training in Deutschland im Vergleich zu Twente?

De Jong: Wir trainieren hier ein bisschen mehr als in Holland, aber das ist gar nicht so schlecht für mich, denn ich muss etwas tougher werden. Und auch die taktischen Dinge, die Trainer Lucien Favre anspricht, bringen mich weiter. Er redet viel mit uns, und die Vorstellungen, wie er Fußball spielen lässt, gefällt mir sehr gut.

Haben Sie sich im Vorfeld Tipps vom Schalker Klaas-Jan Huntelaar geholt, der mit Ihnen in der niederländischen Nationalmannschaft spielt?

De Jong: Nein, ich habe keinen Kontakt zu Klaas-Jan Huntelaar. Ich habe mit ihm bei der Nationalmannschaft ein bisschen über die Bundesliga gesprochen. Er hat ein paar Interviews über meine Person gegeben, die ich mir durchgelesen haben. Er ist ein netter Junge, alleine schon, weil er genau aus demselben Ort kommt wie ich. (aufgezeichnet von David Nienhaus nach dem Training)

 
 

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