Mit Glück und Willen zum Sieg - Gladbach feiert nach Europapokal-Aus

Jubel nach dem glücklichen Führungstreffer bei der Borussia. Fabian Johnson brachte Gladbach gegen Paderborn auf die Siegerstraße.
Jubel nach dem glücklichen Führungstreffer bei der Borussia. Fabian Johnson brachte Gladbach gegen Paderborn auf die Siegerstraße.
Foto: imago
Es sei "eines der wichtigesten Spiele" dieser Saison gewesen, sagte Martin Stranzl, nachdem seine Borussia aus Mönchengladbach den SC Paderborn geschlagen hatte.

Mönchengladbach.. „Was für ein verrücktes Spiel“, staunte Luvien Favre und starrte gespannt auf den Fernseher im Medienraum des Borussia-Parks. Nein, das Spiel seiner Mannschaft gegen den SC Paderborn meinte der Schweizer Fußballlehrer dabei nicht. Er war angetan von dem Hin und Her zwischen Werder und Wolfsburg.

Für die eigene Partie galt die nüchterne Einschätzung: Hauptsache gewonnen. „Es blieb bis zum Schluss eng, aber wir haben gewonnen, und das ist das Wichtigste“, sagte Favre nach dem 2:0-Sieg sichtlich erleichtert. Erstmals konnte seine Mannschaft nach einem Europa-League-Spiel als Sieger vom Platz gehen. Außerdem war dieser Dreier gegen den Aufsteiger eine gute Reaktion auf die Niederlage gegen den FC Sevilla und das Ausscheiden im Europapokal. „Die Mannschaft wollte unbedingt gewinnen, das konnte man sehen, und sie hat sich den Sieg durch einen leidenschaftlichen Auftritt absolut verdient“, lobte Sportdirektor Max Eberl.

Gladbach gewinnt mit dem Glück des Tüchtigen

Leidenschaftlich vielleicht, spektakulär oder gar dominant sicherlich nicht. Die Müdigkeit steckte der Borussia nach dem harten Kampf gegen die Spanier am Donnerstag noch in den Knochen, obwohl Favre sein Team einmal mehr ordentlich durcheinander würfelte und auf fünf Positionen änderte.

Vielleicht war das auch der Grund dafür, dass vor allem in der Offensive nicht alles klappte. „Der letzte Pass ist oftmals nicht angekommen, daran müssen wir weiter arbeiten“, analysierte der Trainer. Er habe zwar „einige gute Kombinationen in der Offensive“ gesehen und daraus resultierend „auch zahlreiche Torchancen“, am Ende aber musste eine gehörige Portion Glück mithelfen, dass der Dritte seine Tabellenposition untergräbt.

Gladbach muss im Pokal nach Offenbach

Paderborn-Torwart Lukas Kruse brachte es auf den Punkt. Zwei „sehr vermeidbare und doppelt ärgerliche Schüsse“ ebneten der Borussia den Weg zum Sieg. Fabian Johnsons 1:0 wurde durch Patrick Ziegler, Patrick Herrmanns Treffer durch Alban Meha unhaltbar für Kruse abgefälscht. Zwischen diesen beiden Treffern gab es aus Gladbacher Sicht auch jede Menge Leerlauf.

Für Borussias Kapitän Martin Stranzl war aber die Begegnung zwischen Gladbach und Paderborn „mit eines der wichtigsten Spiele" der Saison, weil die Favre-Elf „unbedingt ein Zeichen in der Liga setzen wollte“. Das ist gelungen.

Das nächste, wichtige Spiel des Jahre steht aber schon auf dem Programm: Am Mittwoch Abend im DFB-Pokal beim Viertligisten Kickers Offenbach (20.30 Uhr/Live in unserem Ticker). Vielleicht wird das ja ein ähnlich verrücktes Spiel wie Werder gegen Wolfsburg.

 
 

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