Kullertore bescheren Gladbach drei Punkte gegen Paderborn

Fabian Johnson (2.v.l.) feiert mit seinen Gladbacher Teamkollegen das 1:0.
Fabian Johnson (2.v.l.) feiert mit seinen Gladbacher Teamkollegen das 1:0.
Foto: Getty Images
Borussia Mönchengladbach setzt sich am 23. Spieltag der Fußball-Bundesliga nach dem Aus im Europapokal mit 2:0 gegen den SC Paderborn durch.

Mönchengladbach.. Bemühte man die Statistik vor dem Sonntagsspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem SC Paderborn, so war der Bundesliga-Aufsteiger in der Partie des 23. Spieltags tatsächlich so etwas wie der Favorit. Auch wenn der Tabellendritte gegen 16. spielte. Dieser, Paderborn, war bis dato sonntags noch ungeschlagen, Gladbach nach Europa-League-Spielen noch sieglos. "Das sind natürlich keine Garantien für ein gutes Spiel, aber Fakten, die uns Selbstvertrauen geben sollen", sagte SCP-Trainer André Breitenreiter vor der Partie.

Die Gäste aus Ostwestfalen kamen mit der kleinen Rotation an den Niederrhein. Paderborns Coach musste Linksverteidiger Hartherz (Rote Karte) und Innenverteidiger Rafa Lopez (Muskelfaserriss) ersetzen, außerdem nahm Süleman Koc auf der Bank Platz. Daniel Brückner, Moritz Stoppelkamp und Neuzugang Srdja Lakic rückten ins Team. Gladbach-Trainer Lucien Favre ließ nach dem Aus im Europapokal gegen den FC Sevilla auf gleich fünf Positionen rotieren. Julian Korb, Havard Nordtveit, Fabian Johnson, Ibrahima Traoré und Branimir Hrgota erhielten den Vorzug vor Alvaro Dominguez (Rückenbeschwerden), Christoph Kramer, Patrick Herrmann, Thorgan Hazard und Max Kruse.

Gladbach nach dem ersten Treffer überlegen

Mit dem neuen Personal brauchte die Borussia vor 53.152 Zuschauern eine Viertelstunde, um ins Spiel zu finden. Die Gäste begannen mutiger, offensiver und mit zwei Möglichkeiten. Alban Meha (2.) und Lakic (6.) aber belohnten den Sportclub nicht. Traoré (12.) und Johnson (15.) sorgten dann für den Weckruf der Hausherren, die danach die Kontrolle übernahmen. Drei Minuten später bereitete Korb für den US-Amerikaner vor - sein Schuss aus 20 Metern schlug zum 1:0 ein. Patrick Ziegler fälschte ihn unhaltbar für SCP-Keeper Lukas Kruse ab.

Gladbach hatte die Partie nun komplett im Griff; nichts mehr zu sehen vom Paderborner Mut der Anfangsphase. Einzig das zweite Tor fehlte. Traoré (33.) und Hrgota (29., 39.) verpassten es, wie im Hinspiel eine 2:0-Pausenführung herzustellen. Auch, weil der Pfosten beim Querschläger von Ziegler die Gäste rettete.

Erster Sieg nach einem Europapokalspiel für Gladbach

Die zweiten Hälfte begann fast wie die erste. Der Aufsteiger spielte munter mit, suchte das Heil in der Flucht nach vorne und stand insgesamt sehr hoch. Auch kam Paderborn wieder zu Chancen. Lakic scheiterte an Yann Sommer (47.) und Borussias Schlussmann musste sich beim Knaller von Meha (51.) lang strecken. Und um erneut die Statistik zu bemühen: 18 einer 23 Saisontore schossen die Ostwestfalen nach dem Seitenwechsel. Doch das sollte den Gästen nicht helfen.

Nach einer Stunde ebbte das Spiel ab und weder Gladbach noch der SCP erspielten sich nennenswerte Möglichkeiten. Acht Minuten vor dem Ende der Partie kullerte der Ball dann wieder über die Linie. Etwas glücklich kam der eingewechselte Patrick Herrmann an das Spielgerät und schob ins von Meha abgefälscht ins linke Eck.

Borussia Mönchengladbach feierte nach dem Aus auf europäischer Bühne den ersten Sieg nach einem Spiel in der Europa League, Paderborn musste die erste Niederlage an einem Sonntag hinnehmen.

 
 

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