Hut ab vor Borussia Mönchengladbach und Lucien Favre

Klaus Wille
Lucien Favre gibt in Gladbach bislang sehr erfolgreich die Richtung vor.
Lucien Favre gibt in Gladbach bislang sehr erfolgreich die Richtung vor.
Foto: imago
Am Wochenende schaut Fußball-Deutschland auf das Duell zwischen den Bayern und dem BVB. In seinem Schatten steigt in Gladbach - zumindest der Tabelle nach - das eigentliche Spitzenspiel gegen Hoffenheim. Dabei verdient vor allem die Entwicklung der Borussia große Anerkennung. Ein Kommentar

Mönchengladbach. Es gehört zum Show-Geschäft Fußball-Bundesliga, dass das Duell zwischen Bayern München und Borussia Dortmund (Samstag, 18.30 Uhr/im Live-Ticker) alles überstrahlt. Man darf allerdings mit Blick auf die Tabelle durchaus anmerken, dass das Spitzenspiel im Westen steigt: Gladbach gegen Hoffenheim, Zweiter gegen Vierter (Sonntag, 15.50 Uhr/im Live-Ticker).

Diesen Hinweis hat sich vor allem die Borussia vom Niederrhein verdient. Bei 17 ungeschlagenen Spielen in Serie steht der Gladbacher Rekord, er stammt aus besten Fohlen-Tagen Anfang der Siebziger, Trainer war der legendäre Hennes Weisweiler. Am Sonntag könnte Gladbach diesen Rekord einstellen.

Favres und Eberls Arbeit verdient höchsten Respekt

Es wäre auch das äußerlich sichtbare Qualitätssiegel für Trainer Lucien Favre und Sportdirektor Max Eberl. Nicht nur, dass beide in der Branche zu den ebenso seriösen wie angenehmen Gesprächspartnern gehören. Was der stille Lehrer Favre und der oft unterschätzte Eberl aus der Borussia gemacht haben, verdient höchsten Respekt.

Schon vergessen? Vor zwei Jahren musste Gladbach Dante, Roman Neustädter und Marco Reus abgeben. Andere Vereine sind an vergleichbaren Aderlässen zugrunde gegangen. Gladbach aber spielt so quicklebendig wie seit Jahrzehnten nicht. Ohne Wenn und Aber: Hut ab.