Heißes Spiel für Gladbach - Christoph Kramer bleibt kühl

Zurück bei Borussia Mönchengladbach: Christoph Kramer (r.).
Zurück bei Borussia Mönchengladbach: Christoph Kramer (r.).
Foto: Carmen Jaspersen / dpa
Bayer Leverkusen kommt zum Start nach Mönchengladbach: Der von Bayer zurückgekehrte Weltmeister Christoph Kramer spielt eine wichtige Rolle.

Mönchengladbach. Die Genussdauer im Profifußball ist bisweilen kurz. Die Gruppenphase der Champions League war mit dem 6:1 über Young Boys Bern noch keine halbe Stunde eingetütet, da beschäftigten sich die Protagonisten von Borussia Mönchengladbach bereits mit der Bundesliga: Saisonstart an diesem Samstag (18.30 Uhr/Sky) gegen Bayer 04 Leverkusen. Heißt: Vierter gegen Dritter der Vorsaison. Und: das Treffen zweier Königsklassenteams.

Das Spiele-Stakkato auf erheblichem Niveau wird den Gladbacher Rhythmus spätestens ab der zweiten September-Woche bestimmen. „Das haben wir ja so gewollt, und dafür haben wir unseren Kader breit ­aufgestellt”, hebt Trainer André Schubert hervor. Der verrichtete ­angesichts nur weniger Verletzungsausfälle im Kader bereits schwere Selektionsarbeit.

Alle Positionen bei den Gladbachern sind doppelt besetzt

Gegen Bern saß der Ex-Dortmunder Jonas Hofmann nur auf der Tribüne. Auch Innenverteidiger Yannik Vestergaard, der Zwölf-Millionen-Euro-Einkauf aus Bremen, sah zunächst nur zu. Der in der Vorsaison gepriesene Mahmoud Dahoud musste auf die Bank. Start-Sechser waren Weltmeister Christoph Kramer und der robuste Ex-Hoffenheimer Tobias Strobl. Alle Positionen im Gladbacher Kader sind mindestens doppelt und vor allem gut besetzt, auch im defensiven Mittelfeld ist die Konkurrenz erheblich. Kramer scheint aber gesetzt. Beim jüngsten Treffen mit Leverkusen am 7. Mai, als Gladbach dank zweier Treffer von André Hahn die Partie zum 2:1-Sieg drehte, stand Dahoud in der Startformation. Und Weltmeister Kramer in gleicher Position auf der Gegenseite. Dennoch sieht der nach Gladbach zurückgekehrte 25-Jährige das Ehemaligentreffen gelassen: „Meine Emotionen waren auch in den bisherigen Spielen zwischen Gladbach und Leverkusen nie hoch – egal, auf welcher Seite ich gespielt habe.”

Prognose: Gladbach hat einen Kader beisammen, der erneut einen internationalen Startplatz erreichen kann. Die Konkurrenz ist allerdings groß. Zwischen Rang drei und acht ist daher alles möglich.

 
 

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