Hazard und Elvedi sind Gladbachs Sorgenkinder

David Nienhaus
Da sah es noch nicht ganz so schlimm aus: Nico Elvedi kühlt sein Knie. Nun steht es um den Gladbacher schlimmer als gedacht.
Da sah es noch nicht ganz so schlimm aus: Nico Elvedi kühlt sein Knie. Nun steht es um den Gladbacher schlimmer als gedacht.
Foto: David Nienhaus
Im Trainingslager plagen Bundesligist Borussia Mönchengladbach Verletzungssorgen. Nico Elvedi verdrehte sich das Knie und fällt vorerst aus. Holt Eberl einen Ersatz?

Rottach-Egern. Lucien Favre blickte sorgenvoll drein, als ihm Dr. Stefan Hertl die Nachricht von Nico Elvedi überbrachte. Die Kernspintomographie im Krankenhaus von Miesbach ergab, dass sich der 18-jährige Gladbacher Neuzugang eine Einblutung am Innenbandansatz mit schwererer Innenbanddehnung zugezogen hat und bis auf Weiteres ausfallen wird. Der Schweizer hatte sich am Freitag in der Nachmittag ohne Fremdeinwirkung das Knie verdreht.

Eine bittere Nachricht für den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach und auch für den Youngster, der bislang einen guten, abgeklärten Eindruck hinterlassen konnte.

Hazard glaubt an baldige Rückkehr ins Gladbach-Training

Im Vergleich zu den Vorjahren im Trainingslager am Tegernsee hat die Borussia in dieser Vorbereitung mehr Verletzungssorgen. Zwar kehrte Routinier Martin Stranzl schneller ins Team zurück als erwartet, aber Chelsea-Verpflichtung Thorgan Hazard konnte bislang nur einmal richtig trainieren.

Der Belgier kämpft mit einer Prellung und einer Knochenhautentzündung im rechten Fuß. "Das ist schade, aber ich denke, ich kann schon bald wieder einsteigen", erklärt der 22-Jährige gegenüber dieser Redaktion. Er könne laufen, belasten und an seiner Fitness arbeiten. "Nur mit dem Ball geht es noch nicht", so Hazard.

Bei Granit Xhaka, Branimir Hrgota und Ibrahima Traoré zwickte es zwischenzeitlich auch hier und da, das ist allerdings dem enormen Pensum im Trainingslager zuzuschreiben.

Schlägt Gladbach noch auf dem Transfermarkt zu?

Dass Eberl postwendend sein Handy zückte, als ihm der Mannschaftsarzt Elvedis Diagnos überbrachte, mag Zufall sein. Der Sportdirektor hatte jedenfalls einen Plan B in der Hinterhand, wäre Kapitän Stranzl ausgefallen. "Wir können und werden noch auf dem Transfermarkt tätig werden", sagte Eberl Anfang der Woche. Ob der Ausfall des Schweizer U19-Nationalspieles Grund genau dafür ist, bleibt abzuwarten.