Gladbachs Xhaka lässt sich in Freiburg nicht provozieren

Gladbachs Granit Xhaka hatte keine guten Erinnerungen an das letzte Spiel im Breisgau.
Gladbachs Granit Xhaka hatte keine guten Erinnerungen an das letzte Spiel im Breisgau.
Foto: imago
Borussia Mönchengladbach kann mit dem Punkt in Freiburg gut leben, gesteht Mittelfeldspieler Granit Xhaka ein. Der Schweizer Nationalspieler hatte keine guten Erinnerungen an das letzte Spiel im Breisgau. Und auch nicht an Schiedsrichter Peter Gagelmann.

Freiburg. Geschichte wiederholt sich. Zumindest auf dem Papier. Borussia Mönchengladbach reist in der Fußball-Bundesliga zum SC Freiburg und wie es der Zufall - oder die DFL - so will, wird die Partie von Schiedsrichter Peter Gagelmann geleitet. Wie vor knapp einem halben Jahr. Damals gewann die Mannschaft von Trainer Christian Streich mit 4:2 gegen die Borussia und ein Gladbacher hatte sich ins Abseits katapultiert. Granit Xhaka gehörte zu den besten Spielern auf dem Feld. Bis er in der 69. Minute vom Unparteiischen mit der Ampelkarte des Feldes verwiesen wurde. Xhaka lederte nach der Begegnung ordentlich ab ("Wenn man da Gelb-Rot gibt, hat der Schiedsrichter in der Bundesliga nichts zu suchen" und "Er sollte da nicht mehr pfeifen. Ich fühle mich verschaukelt, das war eine Frechheit"), wurde gesperrt und mit einer Geldstrafe belegt.

Xhaka: "Ich habe mich entwickelt"

"Was in der vergangenen Saison passiert ist, ist Vergangenheit", sagte Granit Xhaka nach dem torlosen Unentschieden am Sonntagabend an selber Stelle. "Wir wollten Fußball spielen und nicht mit dem Schiedsrichter diskutieren." Er habe sich damals dafür entschuldigt und "das ist von seiner und meiner Seite gegessen", so der Schweizer Nationalspieler, der an sich gearbeitet hat."Ich habe mich seitdem entwickelt", als Typ sei er ruhiger geworden - auf dem Platz und im Training. Er wolle sich nicht mehr so leicht provozieren lassen."Ob das die ganze Saison so bleiben wird, weiß ich nicht, aber heute hat das gut geklappt."

Xhaka spielte zwar nicht so dominant wie beim Aufeinandertreffen im April, blieb aber weitestgehend fehlerlos. Allerdings bissen sich der WM-Teilnehmer und das Team von Trainer Lucien Favre in der Offensive gegen die Badener die Zähne aus. "Man muss Freiburg ein Kompliment machen. Sie haben sehr gutes Pressing, fast Mann gegen Mann gespielt und uns fehlte etwas die Bewegung", analysierte der Mittelfeldmann. Vielleicht sei das auch ein bisschen die Müdigkeit wegen der vielen Spiele geschuldet. Das solle aber keine Ausrede sein. "Nach der Nationalmannschaftsreise sollten wir das analysieren."

Gladbach kann mit Punkt in Freiburg "gut leben"

Dann wird sicherlich auch der Strafstoß für Freiburg aufzuarbeiten sein. Tony Jantschke holte Maximilian Philipp in der zweiten Halbzeit von den Beinen und Gagelmann zeigte auf den Punkt. "Insgesamt hat er heute gut gepfiffen", lobt Xhaka den Schiedsrichter, auch wenn die Elfmeterentscheidung mindestens diskussionswürdig gewesen sei. "Von hinten, wo ich stand, sieht es natürlich anders aus. Aber wir sind alle Menschen und machen Fehler." Zum Glück sei der Ball nicht reingegangen, grinste Xhaka. "Der Trainer kam nach dem Spiel zu mir und sagte, dass wir noch nie einen Punkt in Freiburg geholt haben, seitdem er hier ist." In der vergangenen Saison habe Gladbach zwar viel besser gespielt und Freiburg "fast auseinander genommen", ist aber ohne Punkte heimgefahren. "Heute spielen wir vielleicht etwas schlechter, holen aber einen Punkt. Damit können wir gut leben", so Xhaka.

 
 

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