Gladbachs Sechser Nordtveit: "Favre weiß, was er an mir hat"

David Nienhaus
Havard Nordtveit steht bereit, um auf der Doppelsechs neben Granit Xhaka zu spielen.
Havard Nordtveit steht bereit, um auf der Doppelsechs neben Granit Xhaka zu spielen.
Foto: Imago
Christoph Kramer hat bei Borussia Mönchengladbach eine Lücke im defensiven Mittelfeld hinterlassen. Havard Nordtveit steht bereit, um auf der Doppelsechs neben Granit Xhaka zu spielen.

Rottach-Egern. Früh morgens, wenn das idyllische Dörfchen Rottach-Egern noch schlummert und sich nur Fuchs und Hase guten Morgen sagen, kann man am Tegernsee lautes Lachen vernehmen.

Die Skandinavier von Borussia Mönchengladbach pflegen sich morgens vor dem ersten Training im kühlen Nass etwas abzukühlen, die hochsommerlichen Temperaturen im Urlaubsort sind gewöhnungsbedürftig für die Nordeuropäer Oscar Wendt, Branimir Hrgota und Havard Nordtveit, "aber auch für die anderen Spieler", lacht der Norweger.

Nach dem obligatorischen Sprung ins Wasser nach einer ruhigen Vormittagseinheit mit Fußballtennis, sprach Nordtveit mit unserer Redaktion.

Herr Nordtveit, Ihr Trainer Lucien Favre steht auf "polyvalente Spieler", Fußballer, die er auf mehreren Positionen einsetzen kann. In einer Gladbacher Mannschaft mit großer Konkurrenz: Wo sehen Sie sich?

Havard Nordtveit: Ich bin ein Sechser, ganz klar.

Dort ist Granit Xhaka wohl gesetzt. Mit Christoph Kramer ist ein Konkurrent von Ihnen weg.

Nordtveit: Normalerweise möchte ich natürlich so viel wie möglich spielen. Aber die Konkurrenz ist immer noch groß und das ist gut so. Ich muss dem Trainer zeigen, dass ich den Platz im Team verdiene. Ich werden jeden Tag hart arbeiten.

Was erwartet Favre von Ihnen?

Nordtveit: Der Trainer kann sich absolut auf mich verlassen und er weiß auch, was er von mir geboten bekommt. Wir kennen uns jetzt schon seit fünf Jahren. Ich weiß, was er von mir verlangt und er weiß, was er an mir hat.

Mit Lars Stindl kommt der Kapitän von Hannover 96 nach Gladbach. Wie ist Ihr Eindruck von den neuen Spielern?

Nordtveit: Lars Stindl und die anderen Neuzugänge sind junge, freche Spieler. Stindl weiß, wie wir Fußball spielen, mit Tempo und viel Ballbesitz. Er hat in Hannover bewiesen, dass er das auch kann. Wir brauchen solche Fußballer in der Mannschaft.

Bundesliga, DFB-Pokal und nicht zuletzt Champions League - dafür lohnt sich die harte Arbeit im Trainingslager am Tegernsee.

Nordtveit: Wir legen jetzt die Grundstein für eine schwere Saison, die mit einem Auswärtsspiel auf St. Pauli im Pokal beginnt. Wir wollen so lange wie möglich in allen Wettbewerben mitspielen.

In der vergangenen Saison mit der Europa League hat Favre sehr viel rotiert. Würden Sie lieber in der Bundesliga oder in der Champions League auf der Bank sitzen?

Nordtveit: Am liebsten würde ich alle Spiele spielen (lacht).