Gladbachs Kramer sieht Raffael bereits als Ronaldo-Jäger

Christoph Kramer (r.) startet mit Borussia Mönchengladbach in der Gruppenphase in der Champions League.
Christoph Kramer (r.) startet mit Borussia Mönchengladbach in der Gruppenphase in der Champions League.
Foto: dpa
Borussia Mönchengladbach steht nach Kantersieg in der Gruppenphase der Champions League. Raffaels Gala verleitet Christoph Kramer zu Scherzen.

Mönchengladbach. Zwei Aspekte arbeitete Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl nach dem erneuten Sprung in die Gruppenphase der Champions League heraus: “Wir haben unsere Erfolge der Vergangenheit in die Mannschaft investiert und werden für gute Spieler nun immer attraktiver.” Mit dem souveränen 6:1-Heimsieg über den Schweizer Vizemeister Young Boys Bern starten die Gladbacher zum vierten Mal seit dem Fast-Abstieg im Frühjahr 2011 international.

“Das kommt in Europa an. Für uns sind mittlerweile manche Türen offen, die vor wenigen Jahren noch verschlossen waren”, sagt Sportdirektor Eberl. Dass sich die Borussen die Rückkehr von Weltmeister Christoph Kramer für 15 Millionen Euro leisten konnten, fußte unter anderem auf der Zusatzeinnahme aus der Königsklasse der vergangenen Saison. Auch in dieser Spielzeit sind mehr als 30 Millionen Euro mit der Qualifikation garantiert.

Kramer und Strobl lassen nichts anbrennen

“Damit ist doch meine Ablöse schon doppelt wieder drin. Also ich bin bei dem Thema jetzt raus”, scherzte Neuzugang Kramer, der gegen Bern im defensiven Mittelfeld gemeinsam mit dem Ex-Hoffenheimer Tobias Strobl nichts anbrennen ließ.

Vorn teilten sich Thorgan Hazard und Raffael die sechs Treffer brüderlich. Der 31-jährige Brasilianer hat nach den beiden Play-off-Spielen schon fünf Tore auf dem Konto. “Wenn Raffa in der Champions League so weitermacht, wird Cristiano Ronaldo diesmal nicht Torschützenkönig”, prophezeit Christoph Kramer.

Der leichte Übermut war einer blendenden Laune nach dem Kantersieg geschuldet. Sportdirektor Max Eberl behielt indes kühlen Kopf. Wie immer. “Für uns ist Champions League ein Genuss und alles andere als selbstverständlich. Wir behalten unsere Demut. Auch wenn es für viele langweilig klingt.”

 
 

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