Gladbachs Eberl handelt bei Trainer Schubert mit Weitsicht

Michael Ryberg
Max Eberl (l.) verlängerte den Vertrag mit André Schubert bis zum 30. Juni 2019.
Max Eberl (l.) verlängerte den Vertrag mit André Schubert bis zum 30. Juni 2019.
Foto: REUTERS
Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl verlängert mit seinem Trainer André Schubert bis 2019. Das ist taktisch klug. Ein Kommentar.

Essen. Der Zeitpunkt der Vertragsverlängerung für André Schubert in Mönchengladbach war nicht zufällig gewählt. Am Tag vor der wohl höchstmöglichen Hürde im Vereinsfußball, dem FC Barcelona, gibt das dem Trainer maximale Motivation.

Exakt eine Bundesliga-Saison lang, von Spieltag sechs der Vorsaison bis Spieltag fünf der laufenden Runde, hat Sportdirektor Max Eberl die Arbeit seines Cheftrainers beobachtet, beurteilt – und für sehr gut befunden.

Die Entscheidung war logisch. Wer eine Mannschaft vom letzten Tabellenplatz binnen einer Saison noch in die Champions League führt, hat eine Menge richtig gemacht. Nicht nur der sportliche Erfolg, auch die erfrischend offensive, ansehnliche Art des Fußballs unter Schubert wird über den Niederrhein hinaus registriert.

Werder hatte ein Auge auf Schubert geworfen

Max Eberl hat deshalb auch, nicht zum ersten Mal übrigens, mit Weitsicht gehandelt. Gute Trainer für einen Fußball-Bundesligisten wachsen nicht auf den Bäumen. Gesucht werden sie trotzdem. Frag’ nach in Hamburg, Bremen oder auch beim VfB Stuttgart!

Zumindest die Bremer hatten zuletzt ein Auge auf Schuberts Können geworfen und über eine Verpflichtung nachgedacht. Jetzt wird das Geld erst einmal nicht mehr reichen, um Schubert im nächsten Sommer auch zu bekommen.