Gladbach warnt vor dem "Club" - Keeper ter Stegen geht sicher

Borussia Mönchengladbach erwartet am Wochenende ein Kampfspiel beim 1. FC Nürnberg.
Borussia Mönchengladbach erwartet am Wochenende ein Kampfspiel beim 1. FC Nürnberg.
Foto: imago
Borussia Mönchengladbach hofft vor der Bundesligapartie beim 1. FC Nürnberg auf den Einsatz von Fußballprofi Filip Daems. Gladbachs Manager Max Eberl schließt einen Verbleib von Keeper Marc-André ter Stegen kategorisch aus.

Mönchengladbach. Borussia Mönchengladbach bangt vor dem Bundesliga-Spiel beim 1. FC Nürnberg (Samstag, 15.30 Uhr/live bei uns im Ticker) um den an einem Infekt erkrankten Filip Daems. Der Kapitän der Rheinländer wird in der Vierer-Abwehrkette dringend benötigt, weil Martin Stranzl und Oscar Wendt (beide Bänderverletzungen) nicht zur Verfügung stehen. „Er hat heute mit dem Reha-Trainer trainert“, sagte Coach Lucien Favre auf der Pressekonferenz vor der Partie beim Club. Am Freitag wolle man sehen, „ob er wieder hundert Prozent geben kann“. Über den Einsatz von Daems wird kurzfristig entschieden.

Für Stranzl rückt wohl Roel Brouwers wieder ins Team. „Wir können immer auf ihn zählen, er ist immer bereit“, lobt Favre den Niederländer. Aber auch Tony Jantschke sei eine Alternative für die Abwehrzentrale. „Wir haben mehrere Varianten ausprobiert“, so der 56-Jährige. Sollte Daems tatsächlich ausfallen, könnte Jantschke links verteidigen. Grundsätzlich aber wollte sich der Cheftrainer der Borussen nicht in die Karten schauen lassen; auch nicht, ob der unzufriedene Mittelfeldspieler Granit Xhaka wieder eine Chance auf der Doppelsechs bekommt. Dort spielte Gladbach zuletzt mit Christoph Kramer und Havard Nordtveit. Jeder müsse „grundsätzlich bereit sein zu spielen – ob von Beginn an oder für einige Minuten“, ließ Favre seine Pläne für die Partie in Süddeutschland offen.

Wie auch schon vor den Spielen gegen Hertha, Frankfurt und Hamburg warnte er davor, den Gegner, in diesem Fall die von Abstiegssorgen geplagten Franken, zu unterschätzen. „Das ist ein sehr spezielles Spiel“, sagte der Fußballlehrer. „Sie kämpfen gegen den Abstieg; das sagt alles.“ Auch der 3:1-Sieg in der Hinrunde sei nicht „einfach für uns gewesen“, erinnerte sich der Schweizer. In Nürnberg konnte Favre bislang noch nie gewinnen. Mit Josip Drimic haben die Nürnberger einen der torgefährlichsten Angreifer (16 Treffer) in ihren Reihen. Der Landsmann von Favre sei „ein sehr guter Stürmer“, den man aber „natürlich“ auch stoppen könne.

Gladbach-Manager Eberl schließt Verbleib von ter Stegen aus

In letzter Instanz muss Drimic Gladbachs Schlussmann Marc-André ter Stegen überwinden. Die Meldungen über die Transfersperre des FC Barcelona schlug wegen des Keepers der Borussia Wellen bis zum Niederrhein. „Ihr seht uns hier gelassen sitzen“, lächelte Sportdirektor Max Eberl relaxt. Ter Stegen werde gehen, mit Yann Sommer habe man für den Sommer einen Nachfolger verpflichtet. Natürlich wurde auf der Pressekonferenz nachgehakt und gefragt, ob es irgendeine juristische Variante gebe, dass das Gladbacher Eigengewächs doch noch in der kommenden Saison das Trikot mit der Raute trage. „Ich wüsste kein Szenario“, so Eberl, der philosophisch schloss: „Nur wenn im Sommer die Welt untergeht und Mönchengladbach als Fußball-Oase übrig bleibt, wird Marc-Andre ter Stegen auch weiterhin bei Borussia spielen.“

Am Samstag in Nürnberg wird der deutsche U21-Nationaltorwart aber sicherlich noch zwischen den Pfosten stehen.

 
 

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