Gladbach ist ohne Offensivspieler Raffael in der Torkrise

Raffael.
Raffael.
Foto: firo
Beim 0:0 gegen den HSV wird der verletzte Brasilianer vermisst. Und sein Einsatz ist auch in der Champions League bei Celtic Glasgow fraglich.

Mönchengladbach. Bei Borussia Mönchengladbach ahnte vor gut drei Wochen niemand, dass eine kleine Torkrise ausbrechen würde. Treffer und Gladbach, das gehört zumindest in den Heimspielen stets zusammen.

42 Treffer in 17 Partien gab es in der vergangenen Saison zu bejubeln. Nur Bayern (51) und Dortmund (49) waren besser. Seit jedoch Raffael im Champions-League-Heimspiel gegen den FC Barcelona beim Halbzeitstand von 1:0 in der Kabine blieb, gab’s keinen Torjubel mehr in Weiß und Schwarz.

Der spielstarke Brasilianer wurde nicht nur beim späteren 1:2 gegen Neymar und Kollegen in Halbzeit zwei vermisst. Sondern auch in der Bundesliga. Auf Schalke (0:4) und nun Samstag beim frustrierenden 0:0 gegen den Hamburger SV. Zweieinhalb Spiele, keine Gladbacher Tore ohne den Angreifer. Trainer André Schubert hatte diesen Fakt nach der Nullnummer gegen den HSV natürlich parat. Und griff die Schwächung seiner Startelf auf: „Vorn hat uns etwas die Beweglichkeit, die Überraschung gefehlt gegen einen Gegner, der nach dem Platzverweis nicht mehr richtig am Spiel teilnehmen wollte.“

Weil auch der Belgier Thorgan Hazard wegen einer Knochenhautreizung am Knie passen musste, tat sich Gladbach offensiv überaus schwer. Schubert hofft, seine Vorzeige-Angreifer am Mittwoch (20.45 Uhr/Sky) im dritten Gruppenspiel der Champions League im Celtic Park zu Glasgow wieder einsatzbereit zu haben. Sicher ist das nicht. Gerade im Falle von Raffael nicht, der sich schon vor der Barcelona-Aus­wechslung mit muskulären Pro­blemen im linken Oberschenkel herumgeplagt hatte.

Zwei Foulelfmeter verschossen

Raffaels Kollegen hätten alle Diskussionen um die Verletzungsausfälle der Offensivstarter im Keim ersticken können. Doch André Hahn und auch Kapitän Lars Stindl versiebten jeweils einen Foulelfmeter. Mit dem 0:0 vor Augen wirkte die Borussia über weite Strecken lange nicht so elegant, so spritzig und so ballsicher, wie vor eigenem Publikum gewohnt.

Über den Rest dürfte Trainer Schubert nach der Nullnummer gegen einen arg limitierten Tabellenletzten grübeln. Nicht nur vorn. „Vor allem defensiv“, sagt Schubert, „müssen wir es auswärts besser machen“. Zwölf Gegentreffer in den vergangenen vier Pflichtspielen unterstreichen das Vorhaben.

Zwei verschossene Elfmeter in einem Bundesliga-Spiel, das leisteten sich die Gladbacher zuletzt am 29. September 1984 beim 3:3 gegen den Karlsruher SC. Hans-Günter Bruns und Ex-RWE-Torjäger Frank Mill scheiterten vor 32 Jahren an KSC-Torsteher Bernd Fuhr. Für die Bökelberg-Gäste traf in diesem Spiel auch ein gewisser Joachim Löw.

 
 

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