Gladbach hat ein internationales Ausrufezeichen gesetzt

Michael Ryberg
Fabian Johnson (r.) jubelt mit Lars Stindl (l.) und Mahmoud Dahoud über einen Treffer.
Fabian Johnson (r.) jubelt mit Lars Stindl (l.) und Mahmoud Dahoud über einen Treffer.
Foto: imago
Bislang fünf Pluspunkte in einer Champions-League-Gruppe mit Juventus Turin, Manchester City und FC Sevilla – das hätte niemand Borussia Mönchengladbach nach der Auslosung zugetraut. Ein Kommentar.

Mönchengladbach. Nach der Auslosung der Champions-League-Gruppen gab’s niemanden, der Borussia Mönchengladbach auch nur den Hauch einer Chance eingeräumt hätte: Vorjahresfinalist Juventus Turin, mit FC Sevilla den Europa-League-Gewinner von 2014 und 2015, dazu mit Manchester City das vermeintlich teuerste Fußballteam des Planeten. Hörte sich nach genau null Punkten für die Fohlen an, die nach zwei Niederlagen unter Ex-Trainer Lucien Favre auch noch als Bundesliga-Schlusslicht im Lostopf gesteckt hatten.

Fünf Gruppenspiele später sprechen nicht nur Optimisten von einem möglichen Sieg im finalen Match. Bei Manchester City. Und hätte nicht ein gewisser Sergio Agüero im ersten Duell einen Elfmeter in der letzten Minute zum 2:1-Sieg der Gäste verwandelt, an dieser Stelle dürfte man sogar vom Gladbacher Endspiel ums Champions-League-Achtelfinale schreiben.

Der Auftritt in der Königsklasse, der beim 0:3 mit drei verursachten Elfmetern in Sevilla so indiskutabel begonnen hatte, drehte sich erst in respektable Remis-Spiele gegen Juventus. Dann in Begeisterung beim 4:2 im zweiten Treffen mit Sevilla. Selbst wenn es in Manchester für Borussia schiefgehen sollte: André Schuberts Mannen haben international ein Ausrufezeichen gesetzt.