Gladbach-Coach Schubert sah bei Elvedi keine Überforderung

Michael Ryberg
Nico Elvedi (r.) im Zweikampf mit seinem flinken Bayern-Gegenspieler Kingsley Camon.
Nico Elvedi (r.) im Zweikampf mit seinem flinken Bayern-Gegenspieler Kingsley Camon.
Foto: dpa
Beim 3:1-Sieg von Borussia Mönchengladbach gegen den FC Bayern debütierte Nico Elvedi in der Startelf. Trainer André Schubert zeigte sich zufrieden.

Mönchengladbach. Mit einem 3-5-2-System und drei 19-Jährigen in der Startelf hat Borussia Mönchengladbach die Münchener Bayern in die Knie gezwungen. Nach dem 3:1 (0:0) mochte Cheftrainer André Schubert allerdings nicht auf der jugendhaften Welle reiten. "Es geht nicht um alt oder jung, sondern um gut oder schlecht", betonte Schubert mit Blick auf seine Youngster: Innenverteidiger Andreas Christensen, Startdebütant Nico Elvedi und den Stamm-"Sechser" Mahmoud Dahoud. Das Trio trug dazu bei, gegen den Rekordmeister die Überraschung zu landen.

"Es war ein überragendes Spiel, die Taktik hat geklappt. Ich musste mich allerdings erst einmal etwas zurechtfinden", erklärte Debütant Elvedi. Der hatte sicher am Samstag die höchste Hürde vor der Nase. Der pfeilschnelle Kingsley Camon war mehr als einmal mit "achthundert Sachen", wie Coach Schubert formulierte, auf den Jung-Verteidiger zugebrettert. Und zu zahlreichen Linksflanken gekommen.

Traoré spitzt die Lippen

"Nach der Pause war Nico aber im Spiel, da war er einer von 22 Profis auf dem Platz. Ich habe bei Ihm keine Überforderung gesehen", konstatierte Coach Schubert. "Im Training hat er gegen Ibrahima Traoré ja auch schon ausführlich geübt. Und da ist eine Eins-gegen-Eins-Situation auch nicht gerade einfach", so Schubert. Der verletzte Traoré übrigens beglückwünschte Elvedi aus seine Art. Während des Mixed-Zone-Interviews gab er dem Schweizer ein herzhaftes Küsschen auf den Hals. Einen Knutschfleck hinterließ der Offensivkicker aber glücklicherweise nicht.