Gladbach ärgert sich über "ausgelassene Chancen" gegen Fortuna

Juan Arango (r.) ließ zwei Großchancen in der Partie gegen Düsseldorf ungenutzt.
Juan Arango (r.) ließ zwei Großchancen in der Partie gegen Düsseldorf ungenutzt.
Foto: imago
Eigentlich hätte Borussia Mönchengladbach das Derby gegen Fortuna Düsseldorf schon frühzeitig zu einer gelungenen, wenn auch langweiligen Revanche machen können. Aber die Mannschaft von Trainer Favre ließ große Chancen aus und machte den Gegner noch mal stark. Die Stimmen zum Spiel.

Mönchengladbach.. Tolga Cigerci: Der Elfmeter für Fortuna war Glück. Wir haben nach dem Seitenwechsel nicht so gespielt, wie in den 45 Minuten zuvor. Aber wir haben es trotzdem geschafft, das 2:1 zu verteidigen und hätten es noch deutlicher gestalten können. Am Ende haben wir verdient gewonnen. Ich war mit meiner Leistung zufrieden und insgesamt als Team kann es so weitergehen.

Mike Hanke: Wir wollten eigentlich das 3:1 machen und nicht die knappe Führung verteidigen. So war es nicht gedacht. Uns hat es an Effektivität gefehlt. Wir sind sehr gut in die Partie gekommen und haben dann aber nach dem 2:0 aufgehört, Fußball zu spielen. Wir konnten nicht mehr so einen Druck auf Düsseldorf aufbauen und deshalb kam die Fortuna auch in der zweiten Halbzeit besser aus der Kabine. Das war schon ein gravierender Fehler von uns, denn wenn wir so gespielt hätten, wie nach dem Anpfiff, hätten die überhaupt keine Chance gehabt. Wir müssen analysieren, warum wir nachgelassen haben. Der Maßstab über 90 Minuten muss sein, so zu kombinieren, wie wir es in der ersten Hälfte und zum Schluss der Partie gemacht haben. Wir schauen weiter von Spiel zu Spiel und konzentrieren uns jetzt auf die schwere Aufgabe in Nürnberg.

Marc-André ter Stegen: Wir wussten, dass es nicht unbedingt ein entspannter Nachmittag wird, denn Düsseldorf hat eine gute Mannschaft und ein Spiel dauert 90 Minuten. Wir haben die erste Halbzeit dominiert und sind dann zu Beginn der zweiten Hälfte etwas hinten rein geraten. Es war schwer, sich daraus zu lösen. Wenn man so ein Gegentor bekommt, wird es noch mal spannend. Aus meiner Sicht war das ein klarer Elfmeter. Ich denke nicht, dass Luuk das extra gemacht hat. Aber so etwas kann passieren und der Schiedsrichter hat das richtig entschieden. Wir haben am Ende gewonnen und es ist doch nur das, was zählt. Es ist ärgerlich, dass wir zum Schluss so viele Chancen ausgelassen haben. Aber auch das macht keiner extra. Wir müssen da konsequenter werden.

Thorben Marx: Wir haben die komplette erste Halbzeit ganz gut gespielt. Nach dem 2:0 allerdings hatten wir zwar nicht mehr die ganz großen Chancen, aber trotzdem haben wir das Spiel dominiert. Uns darf natürlich nicht passieren, dass wir so aus der Halbzeit kommen und dem Gegner noch mal eine zweite Luft geben. Wir hätten die Partie aber frühzeitig entscheiden können, wenn wir eine der hundertprozentigen Chancen genutzt hätten. Auch wenn wir bis zum Schluss zittern mussten, haben wir am Ende kein Gegentor mehr zugelassen. Deshalb geht der Sieg auch in Ordnung.

Luuk de Jong: Wir sind erleichtert über den Sieg. Wir haben sehr stark angefangen, haben gut gegen den Ball gepresst und sind schnell mit 2:0 in Führung gegangen. Wir hätten auch noch ein drittes Tor machen können, aber dann haben wir Düsseldorf in der zweiten Hälfte das Ruder überlassen, und das darf nicht passieren. Aber wir haben das Spiel gewonnen und hätten auch nach dem Anschlusstreffer noch selbst treffen müssen. Wenn wir das 3:1 machen, ist die Partie gelaufen. Wir können jetzt wieder nach oben gucken, aber wir dürfen auch nicht vergessen, dass es mit zwei Niederlagen ganz schnell wieder nach unten gehen kann. Ich freue mich über meine Vorlage und habe immer betont, dass es mir egal ist, wer die Tore schießt. Es klappt immer besser mit Patrick Herrmann und mir in der Spitze und ich werde bestimmt auch bald wieder treffen.

Fortuna hat "ein anderes Ziel, als Deutscher Meister zu werden"

Roel Brouwers: Der Sieg war zwar nicht schön, aber sehr wichtig. Wir haben nicht so gespielt, wie wir können. Aber es ist wichtig, dass man auch solche Spiele gewinnt. Nach dem 2:0 haben wir nicht mehr das abgeliefert, was wir davor gezeigt haben. Woran das gelegen hat, ist schwer zu sagen, aber es darf nicht passieren. Nach dem Anschlusstreffer wussten wir, dass es schwierig werden würde. Da mussten wir kämpfen, und das haben wir getan. Wir hätten das 3:1 machen müssen, dann wäre es am Ende einfacher für uns geworden. Aber wir haben die drei Punkte geholt. Das ist das Wichtigste.

Oscar Wendt: Unsere erste und zweite Halbzeit waren wie Tag und Nacht. In der ersten Hälfte waren wir sehr gut bei Ballbesitz und Balleroberung. Daraus resultierten unsere beiden schönen Tore. Zu Beginn der zweiten Hälfte haben wir kleine Fehler gemacht. Nach dem Tor waren wir ein wenig verunsichert. Trotzdem haben wir am Ende mehrere Möglichkeiten, um höher zu gewinnen. Deswegen ist der Sieg verdient, auch wenn wir es sehr eng gestaltet haben.

Lucien Favre (Trainer Borussia): Wir haben in den ersten 20 Minuten sehr gut angefangen, waren sehr aktiv, haben die Lücken gefunden und sind schnell 2:0 in Führung gegangen. Danach hat meine Mannschaft aber leider ein wenig die Konzentration verloren und zu kompliziert gespielt. Nachdem wir die große Chance zum 3:0 verpasst haben, haben wir einen Elfmeter gegen uns bekommen und das 2:1 kassiert. In dieser Phase hatten wir zu viele Ballverluste. Am Ende des Spiels haben wir wieder besser kombiniert und hatten gute Chancen auf das dritte Tor, das aber leider nicht gefallen ist.

Norbert Meier (Trainer Fortuna): Nach den ersten 15 Minuten des Spiels sah es nicht danach aus, als würde es hier noch einmal spannend werden können. Wir haben den Borussen zu viel Raum gelassen, und den haben sie dann auch sehr gut genutzt. Das erste Tor ist sehr unglücklich gefallen, normalerweise hätte unser Torwart den Ball sicher gehabt. Beim zweiten Treffer hätten wir den Ball lang aus der Abwehr schlagen müssen – das haben wir aber leider nicht gemacht. Wie die Mannschaft aber nach dieser ersten Halbzeit zurückgekommen ist, verdient Respekt. Nach dem Seitenwechsel haben wir ein anderes Spiel gesehen, ausgeglichener, mit leichten Vorteilen für uns. Jetzt haben wir zweimal verloren, aber wir haben ein anderes Ziel, als Deutscher Meister zu werden. (mit Stimmen von Borussia.de)

 
 

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