Für Gladbach war das Spiel in Leipzig "kein Zuckerschlecken"

Fabian Johnson erzielte für Borussia Mönchengladbach bei RB Leipzig den Ausgleich.
Fabian Johnson erzielte für Borussia Mönchengladbach bei RB Leipzig den Ausgleich.
Foto: Getty
Borussia Mönchengladbachs Trainer André Schubert und seine Spieler zeigten sich trotz 1:1-Remis relativ zufrieden. Tobias Strobl hat sich verletzt.

Leipzig. Über weite Strecken stand André Schubert verkniffen am Spielfeldrand der Leipziger Arena. Bis, ja, bis Fabian Johnson seinen Cheftrainer und die gut 4500 Anhänger von Borussia Mönchengladbach doch noch erlöste. Das 1:1 (0:1) in der 84. Minute bei lauf- und kampfstarken Roten Bullen war glücklich, belohnte aber letztlich eine zumindest einsatzfreudige Vorstellung der Gäste.

“Wir haben das Spiel von RB in der zweiten Halbzeit angenommen, anders ging es nicht”, verteidigte Trainer Schubert die unkonventionelle Taktik. Die entsprach allerdings nicht dem sonst so gepflegten Gladbacher Ball. Der allerdings gegen laufstarke, oft hoch pressende Leipziger kaum möglich war. 120 Kilometer an sächsischer Laufleistung bezeichnete RBL-Trainer Ralph Hasenhüttl schlicht als “Wahnsinn für eine Englische Woche - das zeigt, wie leidenschaftlich wir uns gewehrt haben”.

Mit dem Gefühl des späten Punktgewinns im Kopf sahen die Borussia-Akteure die streckenweise sehr zähe Partie mit viel Mittelfeld-Gedränge und wenig Torraumspannung deutlich besser als sie fürs Auge letztlich war. “Unser Kampf sollte Mut für die nächsten Auswärtsspiele gegen ähnlich kampfstarke Gegner wie Leipzig machen. Auch wir können fighten”, meinte Angreifer André Hahn.

Strobl fällt wegen Muskelverletzung aus

Ähnlich sah es Torschütze Fabian Johnson. “Das war Spiel war kein Zuckerschlecken”, befand der US-Nationalspieler, “aber wir haben uns besser verkauft und uns auch besser auf die Partie eingestellt, als das noch vor drei Wochen in Freiburg beim 1:3 der Fall gewesen ist.”

Eine der wenigen Gladbacher Torchancen nutzte Johnson spät aus. Die zweite große Möglichkeit hatte der Ex-Hoffenheimer in der ersten Halbzeit vergeben. “Wenn der Ball gesessen hätte, und den muss ich eigentlich machen, dann könnte das Spiel in der zweiten Halbzeit noch ganz anders verlaufen”, so Johnson zu seiner Direktabnahme in der 28. Minuten, die er im RBL-Strafraum gegen die Leipziger Querlatte geschmettert hatte.

Mit einem Verletzten im Gepäck ging es für die Gladbacher heim. Tobias Strobl zog sich eine Muskelverletzung im rechten Oberschenkel zu und wird am Samstag (15.30 Uhr, Borussia-Park) gegen den FC Ingolstadt mit Sicherheit ausfallen Unklar ist der Einsatz von Torjäger Raffael. Der Brasilianer musste wegen einer Muskelzerrung im Adduktorenbereich in Leipzig passen. “Sein Einsatz gegen Ingolstadt ist nicht ausgeschlossen, die Verletzung sollte nicht so schlimm sein”, erklärte Trainer André Schubert nach der Partie. Gegen die Leipziger wurde der spielstarke Raffael arg vermisst. “Gerade in der ersten Halbzeit haben wir nicht schnell genug unsere Bälle gespielt und so wenig Raum bekommen”, bemängelte Schubert. Ein ballsicherer, technisch starker Akteur wie Raffael hätte da der Borussia sicher geholfen.

 
 

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