Effe ist ein Macher

Stefan Schinken
Effenberg und die "Initiative Borussia" zetteln eine Revolution in Gladbach an. RevierSport sagt, der "Tiger" wird den Fohlen helfen.

Stefan Effenberg polarisiert - das war schon immer so. Ihn deshalb als Lautsprecher hinzustellen, der große Reden schwingt, aber kein Konzept hat, ist lächerlich. Der „Tiger" hat als Spieler schon oft bewiesen, dass er zubeißen kann. Dass er ein Lenker und Macher ist. Einer, der vorangeht, für seinen Verein kämpft und dabei vor keiner Konfrontation zurückschreckt. Er ist einer, der der seit 15 Jahren kriselnden Borussia wieder neues Leben einhauchen kann.

Deshalb kann man der „Initiative Borussia" nur wünschen, dass die Mitglieder des fünfmaligen Meisters auf der Jahreshauptversammlung für die vorgeschlagenen Satzungsänderungen stimmen und damit den Weg für personelle Veränderungen frei machen. Die Regentschaft von Rolf Königs ist nicht mehr zukunftsfähig. Seine wirtschaftlichen Verdienste in allen Ehren: Sportlich bewegt sich der Verein unter seiner Führung irgendwo zwischen Stagnation und Rückschritt.

Das Schlimmste daran ist die Selbstherrlichkeit, mit der Königs über sich - gerne in der dritten Person - und seine Verfehlungen redet. Hilfe lehnte er in der Vergangenheit konsequent ab. Nun droht ihn die Hand, die ihm oft gereicht wurde, beiseite zu wischen. (RevierSport)

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