Eberl enttäuscht von Supertalent Kurt wegen Verhandlungen mit Bayern

Sinan Kurt (im Bild) hat den Ärger von Gladbachs Sportdirektor Max Eberl auf sich gezogen: "Bei uns spielt er im Profi-Kader in nächster Zeit keine Rolle mehr."
Sinan Kurt (im Bild) hat den Ärger von Gladbachs Sportdirektor Max Eberl auf sich gezogen: "Bei uns spielt er im Profi-Kader in nächster Zeit keine Rolle mehr."
Foto: imago
Max Eberl ist schwer enttäuscht von Nachwuchsspieler Sinan Kurt, der offenbar mit dem FC Bayern München verhandelt hat. "Eine Frechheit, wie er mit uns umgeht“, meinte der Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach. Zuvor hatte Eberl bereits Matthias Sammer für den Abwerbeversuch des Supertalents kritisiert.

Mönchengladbach. Max Eberl hat in der Diskussion um Supertalent Sinan Kurt nachgelegt. „Ich bin sehr enttäuscht von Sinan", sagte der Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach der Bild: „Wir hatten vor kurzem noch ein Acht-Augen-Gespräch mit Lucien Favre, seinem Berater, Sinan und mir. Wir haben ihm dabei die Perspektiven bei Borussia aufgezeigt. Und was macht Sinan? Fünf Tage später verhandelt er mit Bayern. Eine Frechheit, wie er mit uns umgeht!“

Bereits unter der Woche hatte Eberl Bayern Münchens Sportvorstand Matthias Sammer kritisiert, weil dieser hinter seinem Rücken Kontakt zum Gladbach-Juwel aufgenommen haben soll: "Ich hätte von Matthias Sammer erwartet, dass er mich auf Sinan Kurt anspricht, wenn wir schon dreimal miteinander telefonieren", sagte Eberl der SportBild. Eberl verärgerte besonders, dass er ausgerechnet von Sammer hintergangen wurde. Schließlich habe der beim DFB immer gefordert, "dass man sich vor allem im Nachwuchsbereich an die Spielregeln hält und alles offen kommuniziert".

Kurt spielt "in nächster Zeit keine Rolle mehr"

Nun hat Kurt selbst Eberls Ärger auf sich gezogen. Als Spieler müsse man sich „Gedanken machen, wo es einfacher ist, durchzustarten“. Vor ein paar Monaten habe Kurt noch gesagt, Borussia wäre sein Lieblings-Verein. Und dass er sein erstes Bundesliga-Spiel unbedingt im Borussia-Park machen wolle.

Seine nahe Zukunft bei den Fohlen, scheint sich der 17-Jährige durch die Verhandlungen mit den Bayern verbaut zu haben. „Bei uns spielt er im Profi-Kader in nächster Zeit keine Rolle mehr“, sagte der enttäuschte Eberl, der ursprünglich große Pläne mit Kurt hatte. Dass er die Freigabe für einen Wechsel nach München erhält, bedeutet das aber nicht. Kurt habe einen gültigen Vertrag und Gladbach entscheide, wie es weitergeht.

Kurt gilt als eines der vielversprechendsten Talente des Bundesligisten vom Niederrhein und hat noch einen Vertrag mit der Borussia bis 2016.

 
 

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