Dahoud sitzt wegen Neuzugang Strobl auf der Gladbach-Bank

Mahmoud Dahoud , Gladbach
Mahmoud Dahoud , Gladbach
Der in der vergangenen Saison gefeierte Mahmoud Dahoud ist bei Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach derzeit nicht erste Wahl. Cheftrainer André Schubert setzt im defensiven Mittelfeld auf Neuzugang Tobias Strobl.

Mönchengladbach. Tobias Strobl hält sich nicht für einen filigranen Techniker. Dabei hat Gladbachs Neuzugang von der TSG Hoffenheim doch so viel Gefühl im Körper. Im Alter von 15 Jahren war der Münchner Bayerischer Golf-Juniorenmeister. Noch immer ist Strobl mit einem respektablen Handicap von 11 unterwegs. Vermutlich haben seine Hände den Füßen aber etwas voraus. Wenn der Rundball auf dem Fußballfeld ins Spiel kommt, dann ist Borussias neuer Sechser eher der Arbeiter, der seine Zweikampfstärke in den Vordergrund stellt. Und defensiv denkt.

Für Trainer André Schubert ein guter Grund, Strobl vor der Abwehrkette seinem Talent Mahmoud Dahoud vorzuziehen. Wohl auch Samstag (15.30 Uhr/Sky/live in unserem Ticker) beim Bundesliga-Gastspiel in Freiburg.

„Mo muss noch ein besseres Gefühl für die Gefahr im Rücken entwickeln“, kritisiert der Trainer. Und setzt aus diesem Grund auf Strobls enge und offenbare bessere Anbindung an die Abwehrdreierkette.

Bei 1860 in der Regionalliga

Gladbach ist für Strobl die bislang größte Herausforderung. Natürlich auch wegen des Champions-League-Starts. Dienstag (20.45 Uhr) geht es zu Manchester City. Zehn Jahre hatte der Münchner für den TSV 1860 gespielt, kam aber nach der Jugendzeit zunächst nicht über die Regionalliga Süd hinaus. Erst mit 23 Jahren fasste Strobl in der Bundesliga Fuß – bei 1899 Hoffenheim.

„Ich habe der TSG viel zu verdanken“, hebt Strobl nach drei Saisons im blauen Dress hervor, „bei der Borussia ist allerdings das Niveau der einzelnen Spieler höher. Darauf muss ich mich einstellen.“ Bisher klappt’s gut. „Es gibt nicht viele, die es mir zutrauen. All denen will ich es aber beweisen. Den Ehrgeiz habe ich“, sagt der Neuzugang.

Blickt man auf Tobias Strobls rechten Oberarm, dann kommt die filigrane Ader des Fußball-Arbeiters wieder zum Vorschein. „Gott holt sich seine Engel wieder, die er auf die Erde gesetzt hat“, steht dort. Das Tattoo ist eine Hommage an seinen früh verstorbenen Vater. So oft es geht, ist Strobl in München bei seiner Mutter. Auch am Niederrhein lässt ihn die Heimatverbundenheit nicht los.

 
 

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