Borussia Mönchengladbach plagen Verletzungssorgen: Schlägt jetzt SEINE Stunde?

Mamadou Doucouré steht seit 2016 bei Borussia Mönchengladbach unter Vertrag.
Mamadou Doucouré steht seit 2016 bei Borussia Mönchengladbach unter Vertrag.
Foto: imago images/Revierfoto

Mönchengladbach. Als wäre die 0:2-Niederlage beim FC Schalke 04 für Borussia Mönchengladbach nicht bitter genug gewesen, belasten Marco Rose in der Defensive nun gleich mehrere Ausfälle. Das könnte kurzfristig einen Spieler auf den Plan rufen, der bisher noch kein Pflichtspiel für die Fohlen absolviert hat, aber als vielversprechendes Talent gilt.

In der kommenden Bundesliga-Partie gegen den FSV Mainz 05 (Samstag, 15.30 Uhr) definitiv fehlen werden Ramy Bensebaini (Muskelverletzung) sowie Stefan Lainer, der sich auf Schalke seine fünfte Gelbe Karte abholte. Ebenfalls nicht gut sieht es bei Tony Jantschke aus, der in der Schlussphase verletzt vom Platz humpelte.

Hoffnung gibt es für Borussia Mönchengladbach zumindest bei Nico Elvedi. Den Schweizer plagten jüngst Rückenprobleme, im Heimspiel soll er jedoch wieder zur Verfügung stehen.

Borussia Mönchengladbach plagen Verletzungssorgen

Der personelle Engpass in der Hintermannschaft bekommt einen faden Beigeschmack, wenn man bedenkt, dass die Fohlen Jordan Beyer zu Beginn der Woche für das kommende halbe Jahr an den Zweitligisten Hamburger SV verliehen. Unglücklicher hätte der Zeitpunkt kaum gewählt werden können. Aber Hellseher gibt es eben auch im Borussia-Park nicht.

Aus der gesamten Konstellation heraus formiert sich die Viererkette vor Yann Sommer für den 19. Spieltag fast von selbst: Fabian Johnson, der im Trainingslager eine gute Figur machte (hier mehr erfahren), wird wohl Lainer ersetzen, Ginter und Elvedi – sofern Besserung eintritt – bilden die Innenverteidigung und links darf erneut Oscar Wendt ran.

Niederlage im Test gegen Duisburg

Dahinter ist Strobl der einzige etatmäßige Verteidiger, der Rose noch zur Verfügung stünde. Hätte da nicht am Samstag ein fast schon in Vergessenheit geratener Spieler ein Ausrufezeichen gesetzt.

Die Rede ist von Mamadou Doucouré. Im geheimen Testspiel gegen Drittliga-Primus MSV Duisburg (1:3), das Rose dazu nutzte, den Akteuren, die auf Schalke wenig oder gar nicht zum Einsatz gekommen waren, Spielzeit zu geben, stand der 21-Jährige in der Startelf und erzielte gleich mal den Führungstreffer (7.).

„Wir wollten ihm mit diesem Spiel auch das Gefühl geben, dass er am Team dran ist. Und alle haben gesehen, dass er ein richtig guter Junge ist“, sagte Rose der „Rheinischen Post“ nach der Partie. „Wir haben uns alle riesig gefreut, dass er getroffen hat. Und das ist für mich heute die wichtigste Botschaft.“

Mamadou Doucouré vor Bundesliga-Debüt?

Trotzdem: Ein Einsatz am kommenden Wochenende käme für Doucouré wohl noch zu früh. Bereits nach 24 Minuten nahm Borussias Cheftrainer den Youngster wieder vom Feld – Stichwort „Belastungssteuerung“. Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung war dieser Test für den Verteidiger aber allemal.

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Doucouré wechselte 2016 aus der Reservemannschaft von Paris St. Germain ablösefrei an den Niederrhein, entwickelte sich dort aber zum größten Pechvogel der vergangenen Jahre. Immer wieder warfen ihn Muskelverletzungen zurück, auf sein Profidebüt wartet er bisher vergebens.

Auch für das Regionalliga-Team der Borussia absolvierte er in der laufenden Saison gerade einmal sechs Partien, ehe er wegen einer Muskelverhärtung erneut zurückgeworfen wurde. Gegen Duisburg stand er zum ersten Mal seit drei Monaten wieder in einem Spiel auf dem Platz. Gestaltet sich der Heilungsprozess jedoch weiter so positiv, ist Doucouré vielleicht schon ganz bald eine echte Alternative für Marco Rose. (sts)

 
 

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