Gelsenkirchen

Borussia Mönchengladbach: Ein Tag zum Vergessen! IHN traf die Schalke-Pleite besonders hart

Breel Embolo erwischte gegen seinen Ex-Klub keinen guten Tag.
Breel Embolo erwischte gegen seinen Ex-Klub keinen guten Tag.
Foto: imago images/Nordphoto

Gelsenkirchen. Viel vorgenommen hatte sich Borussia Mönchengladbach für das Rückrunden-Auftaktspiel beim FC Schalke 04. Am Ende verließ das Team von Marco Rose die Veltins-Arena mit hängenden Köpfen. Besonders für einen Akteur verlief der Abend ganz anders als geplant.

Das Wichtigste vorab: Die Niederlage war für Borussia Mönchengladbach hochverdient. Roses Prognose, dass das Spiel eine rasante Angelegenheit werden würde, bewahrheitete sich schnell. Beide Mannschaften agierten von Beginn an mit offenem Visier, gerade in der ersten halben Stunde gab es kaum Zeit zum Durchatmen.

Mit zunehmender Spieldauer kristallisierten sich die Hausherren jedoch als das giftigere und gefährlichere, insgesamt als das bessere Team heraus. „Schalke ist mehr gelaufen, hat besser die Zweikämpfe geführt“, zog Rose im ZDF-Gespräch Bilanz. „Bei uns hat man sich mehr mit Problemen auseinandergesetzt und die Überzeugung verloren. Wir hatten ein paar Möglichkeiten, die wir nicht genutzt haben. Es war ein verdienter Sieg für Schalke.“

Borussia Mönchengladbach: Kein Tor trotz geballter Offensiv-Power

Dabei hatte der 43-Jährige durchaus Mut bewiesen bei seiner Aufstellung. Im 4-2-3-1 begannen in der Offensivabteilung in Person von Patrick Herrmann, Marcus Thuram, Alassane Plea und Breel Embolo die vier erfolgreichsten Gladbacher Torjäger der Hinrunde.

Und dennoch tauchten die Schalker öfter vor dem Tor auf: Erst parierte Yann Sommer stark gegen Gregoritsch und Serdar (6.), dann blieb er gegen Raman stehen und verhinderte den Rückstand erneut (28.). Die dickste Möglichkeit der Fohlen, als Thurams Kopfball von Gregoritsch auf der Linie geklärt wurde, kam da mehr oder weniger aus dem Nichts. Kurz vor der Pause scheiterte Herrmann dann auf Zuspiel von Plea an Markus Schubert.

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Rose reagierte in der Kabine, stellte auf eine Dreierkette um und bot mit Jonas Hofmann nur noch einen Sechser aus. Seine Schützlinge hatten sich nicht einmal sortiert, da spazierte Serdar durchs Mittelfeld und schloss aus 20 Metern zur Schalker Führung ab (48.). Zehn Minuten später folgte die Vorentscheidung durch S04-Neuzugang Gregoritsch.

Breel Embolo bei Rückkehr auf Schalke glücklos

Noch einmal besonders laut wurde es in der Arena nach 72 Minuten. Unter Pfiffen verließ Breel Embolo den Platz und wurde durch Lars Stindl ersetzt. Der Mann, der Königsblau im Sommer in Richtung Mönchengladbach verlassen und dort zu alter Stärke zurückgefunden hatte, war an diesem Abend ein Schatten seiner selbst. Viel war im Vorfeld über ihn berichtet worden, viel hatte er sich vorgenommen. Am Ende stand ein mehr als glückloser Auftritt.

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Zwar präsentierte sich der Schweizer gewohnt robust, offenbarte im Gegenzug aber deutliche technische Mängel. Sinnbildlich dafür standen zwei Aktionen in der Mitte des ersten Durchgangs: Zweimal schickten ihn seine Kollegen mit einem Steilpass auf die Reise in Richtung Schalker Tor, aber zweimal verpuffte die Chance. Zuerst sprang ihm das Spielgerät an die Hacke (22.), dann rutschte es ihm durch die Beine (26.), eröffnete so aber zufällig fast noch Thuram die Möglichkeit.

Die 0:2-Niederlage bedeutet für die Borussia, dass RB Leipzig (Sa., 18.30 Uhr gegen Union Berlin) enteilen und der FC Bayern München mit einem Sieg über Hertha BSC am Sonntag (15.30 Uhr) vorbeiziehen kann. (sts)

 
 

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