0:4 - Gladbach ist bei Manchester City chancenlos

Chancenlos in Manchester: Lars Stindl (2. v. r.) und Raffael (r.) von Borussia Mönchengladbach.
Chancenlos in Manchester: Lars Stindl (2. v. r.) und Raffael (r.) von Borussia Mönchengladbach.
Foto: Guido Kirchner / dpa
Borussia Mönchengladbach ging am ersten Champions-League-Spieltag bei Manchester City mit 0:4 (0:2) unter. Die Borussia war chancenlos.

Manchester.. Auf das Unwetter vom Dienstagabend nebst Spielabsage folgte 24 Stunden später für Borussia Mönchengladbach eine sportlich kalte Dusche. Zum Start der Gruppenphase in der Champions League verhinderte allein Torhüter Yann Sommer bei Manchester City ein mögliches Debakel. Beim 0:4 (0:2) offenbarte sich im Duell der Vorjahresvierten ein Klassenunterschied zwischen dem Bundesligisten und dem Premier-League-Vertreter.

Vor dem Anpfiff hatte Sportdirektor Max Eberl noch alle Gladbacher Fans im Unterrang für ihr Kommen per Handschlag begrüßt. Da konnte Eberl nicht ahnen, dass seine Geste das größte Gladbacher Ausrufezeichen im Etihad Stadium sein würde.

Pep Guardiolas himmelblaue Elf entpuppte sich vom Anstoß weg als eine zu hohe Hausnummer. Citys Angriffswucht unterstützte der Ex-Dortmunder Ilkay Gündogan, neben Kevin de Bruyne im offensiven Mittelfeld unterwegs, bei seinem Saisondebüt vorzüglich. Guardiola hatte dafür David Silva einen freien Fußballabend gewährt.

Gladbachs Trainer André Schubert ging mit seiner Dreierkette sowie dem offensiv denken Sechser Mahmoud Dahoud gegen Sergio Agüero, Kevin de Bruyne, Raheem Sterling und Kollegen ein zu hohes Risiko. Borussia wurde eine halbe Stunde lang geradezu schwindelig gesprintet und kombiniert. Statt 0:2 hätte es leicht 0:5 stehen können.

Der Argentinier Agüero spritzte in eine Hereingabe von Kolarov hinein, Andreas Christensen kam im Strafraum beim 0:1 zu spät. Den zweiten Treffer verschuldete Christoph Kramer, der Agüreo an der Strafraumlinie gegen den Fuß trat. Der Gefoulte verwandelte den fälligen Elfmeter und traf spät in Halbzeit zwei per Solo noch zum 3:0.

Wenig später war für Weltmeister Kramer der Abend im Osten Manchesters gelaufen. Trainer Schubert holte seinen Sechser vom Feld. Sichtlich verärgert. Der übliche Handschlag bei einer Auswechslung zwischen Spieler und Trainer blieb aus.

Schuberts Taktikänderung auf das alt-britische 4-4-2 sorgte zumindest für mehr Ordnung im Gladbacher Defensiverbund. Offensiv stand Raffael allein auf weiter Flur. Der Brasilianer war als einziger Borusse in der Lage, spielerisch Paroli zu bieten. In der Nachspielzeit ließ Iheanacho noch das vierte Tor folgen - nach einer Vorlage des Ex-Schalkers Leroy Sané.

Der Live-Ticker zum Nachlesen:

ManCity - Mönchengladbach 4:0
 
 

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