0:1 - Gladbachs Auswärtsschwäche hält auch in Ingolstadt an

Liefen gegen Ingolstadt oft nur hinterher: André Hahn (r.) und seine Gladbacher Teamkollegen.
Liefen gegen Ingolstadt oft nur hinterher: André Hahn (r.) und seine Gladbacher Teamkollegen.
Foto: dpa
Borussia Mönchengladbach präsentierte sich beim FC Ingolstadt schwach. Trotzdem entschieden die Gastgeber erst kurz vor Schluss das Spiel für sich.

Ingolstadt. Für Granit Xhaka bleibt der FC Ingolstadt ein rotes Tuch. Nach dem Feldverweis beim 0:0 im Hinspiel nahm der Kapitän von Borussia Mönchengladbach am Samstagnachmittag wieder ein Andenken im zähen Duell mit den Donau-Schanzern mit. Nach einem Rempler gegen den Paraguayer Dario Lezcano kassierte der Schweizer Nationalspieler seine fünfte Gelbe Karte der Saison. Und ist damit am Freitagabend beim Gladbacher Gastspiel in Hannover gesperrt. Nach einer von der Borussia weitgehend uninspiriert geführten Partie gab es zwei Minuten vor Schluss durch Moritz Hartmann den 0:1 (0:0)-Knock-out. Womit der Samstag aus Borussia-Sicht ein gebrauchter war.

Beim ersten Pflichtspiel der Historie zwischen Ingolstadt und der Borussia war es ja noch beachtlich rustikal zugegangen. Acht Gelbe Karten, ein Platzverweis gegen Borussia-Kapitän Xhaka nach einem Kung-Fu-Sprung, zahlreiche Nickeligkeiten und regelwidrige Grenzübertritte machten aus der Nullnummer gerade für die Gladbacher einen frustrierenden 7. November.

Am Samstag beim Wiedersehen im Audi-Sportpark zu Ingolstadt sahen 15 800 Zeugen ein ähnliches Match. Ingolstadt stellte die Spielräume für Borussia geschickt und lauffreudig zu. Die Gäste schienen auf den Mittagskaffee verzichtet zu haben, kamen schwer in die Gänge und nahmen nur selten das Tempo auf, um den rot-schwarzen Verbund an Fußballbeinen auseinanderzuhebeln.

Gladbach darf sich über Niederlage nicht beschweren

Vielleicht wäre Halbzeit eins deutlich spannender geworden, hätte André Hahn Gladbachs beste von nur wenigen Tormöglichkeiten ins Ziel gebracht. Hervorragend von Granit Xhaka ins Solo geschickt, zögerte der Blondschopf zu lange. Anstatt im Solo gegen Keeper Ramazan Özcan zügig abzuschließen, dribbelte Hahn so lange, bis der heransprintende Innenverteidiger Benjamin Hübner beherzt aber fair die brenzlige Situation im Tackling entschärfte.

Auf der Gegenseite hatten die Donau-Schanzer zwar mehr Ballbesitz. Wirklich haarig wurde es vor Borussia-Keeper Yann Sommer aber nur zweimal. Rechtsverteidiger Nico Elvedi rettete vor dem einschussbereiten Moritz Hartmann (32. Min.), dann hielt Havard Nordtveit seinen Kopf in einen Hinterseer-Schussversuch. Der Ball segelte ins Toraus statt ins rechte Borussia-Tordreieck.

Trainer Schubert ließ bei Halbzeit Kapitän Xhaka wegen Gelb-Rot-Gefahr in der Umkleide, stellte Tony Jantschke in die Dreier-Abwehrkette und Havard Nordtveit ins defensive Mittelfeld. Drive nach vorn entwickelte Borussia weiterhin nicht. Im Gegenteil: Ingolstadt hatte dicke Chancen. Hartmann semmelte einen Abpraller frei vor Keeper Sommer über den Gladbacher Querbalken (53. Min.). Den Torschrei hatten die Gastgeber 20 Minuten später wieder auf den Lippen. Diesmal rettete Torhüter Sommer mit dem Knie gegen den freistehend schießenden da Costa.

Und die Borussia? Außer bei einem Flachschuss des nimmermüden André Hahn (60. Min.) blieb der Notizzettel unbearbeitet. Als das 0:0 schon besiegelt schien, vollstreckte Moritz Hartmann für die besseren Gastgeber freistehend im Borussia-Strafraum. Worüber sich niemand aus der Gladbacher Fraktion beschweren durfte.

 
 

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