Gegen Pyrotechnik und Platzsturm muss vorgegangen werden

Fortuna Düsseldorf ist nach 15 Jahren wieder in die erste Bundesliga zurückgekehrt. Das Relegationsspiel war aber von Unterbrechungen gezeichnet. Pyrotechnik und ein Platzsturm vor dem Spielende haben zu Spielunterbrechungen geführt. Nun wird diskutiert, ob Fortuna Düsseldorf überhaupt reif für die erste Liga ist.

Essen. Für die einen war es eines der besten Fußballspiele der vergangenen Saison. Für die anderen war es ein Skandal mit einem Inferno von Bengalos und Platzsturm vor Spielende. Wieder andere sehen Handlungsbedarf des DFB, wenn der normale Zuschauer nicht aus den Stadien vergrault werden soll. Die DerWesten-Nutzern haben viele Kommentare verfasst und darin ihre Meinungen geäußert.

Wenn ein Event anders verläuft als es geplant ist, dann verschlechtert sich oft auch die Sicherheit. Als Fans Pyrotechnik zündeten und auf das Spielfeld warfen, da war die Sicherheit bereits gefährdet. Der Platzsturm vor Spielende hat die Spieler dann letztendlich in ihre Kabinen flüchten lassen. Dort hätten die Berliner Todesangst gehabt, so der Anwalt von Hertha BSC Berlin. Der Nutzer DasKorrektiv stimmt zu: „Wer von den Berlinern hätte sich denn in den letzten zwei Minuten noch trauen sollen aufs Tor zu schießen, ohne um sein Leben zu fürchten?“ Es wäre mutig gewesen, noch mal auf den Platz zu gehen, um die Lage zu deeskalieren. „Dafür haben die Berliner meinen Respekt“, schreibt DasKorrektiv weiter.

Pyrotechnik stößt bei allen Nutzern auf Unverständnis.

Wenn es nach Theo14 ginge, dann müssen alle Fans, die mit Bengalos erwischt werden, hart bestraft werden. „Am Besten durch lebenslanges Stadionverbot“, meint er. Es wäre einfach nicht mehr schön, was sich in letzter Zeit in den Stadien abspiele, findet Theo14. RiN77 kann auch nicht verstehen, wieso „Ultras ein ganzes Stadion als Geisel für ihre Feuerspielchen nehmen“. Das vermiese tausenden anderen Zuschauern das Spiel und die Bengalos stellen außerdem eine Gefahr für andere dar. „Wie egoistisch und dumm ist das bitte?“, fragt sich RiN77.

Es gibt auch einige Vorschläge, wie man die Täter bekämpfen kann. So schlägt Szonny vor, das Feuer ganz klassisch mit Wasser zu bekämpfen. „Wenn Bengalos gezündet werden, gezielt mit dem C-Rohr draufhalten“, schlägt Szonny vor. „Wenn die ersten Handys ersoffen sind, dann werden diese Chaoten hoffentlich schlauer.“ Etwas unradikaler lässt es randori20 angehen. Er schlägt einen Abzug von 20 Punkten in der kommenden Saison für beide Vereine vor. Seine Begründung: „Mit der augenzwinkernden Kumpanei zwischen den Vereinen und ihren Ultras muss endlich Schluss sein.“

Der DFB soll Härte zeigen.

„DFL und DFB: Habt Mut! So einen Verein wollen wir nicht in der ersten Liga. Bitte einen neuen Termin auf neutralem Boden“, fordert OmeiOmei. Zu den „Chaoten“ und „Idioten“, die Bengalos zünden und den Platz vorzeitig stürmen schreibt andy_112: „Vielleicht sterben sie aus, wenn der DFB endlich mal Härte zeigen würde und so ein Spiel abbrechen und für die jeweils andere Mannschaft werten würde.“ Eine andere Lösung hat Cheaterhand parat, denn er schlägt vor St. Pauli nachzunominieren und Düsseldorf sowie Hertha in die zweite Liga zurück zu schicken.

Das Verhalten des Schiedsrichters Wolfgang Stark, der das Spiel nach dem Platzsturm wieder angepfiffen hatte, sei lächerlich gewesen, schreibt wener1schmidt. „Hertha BSC hätte die Spieler nicht mehr rausschicken dürfen, da keine Sicherheit mehr gegeben war. Was hat dieser Schiri sich nur dabei gedacht“, fragt werner1schmidt weiter. Eine Antwort darauf gibt Ingmar Kreienbrink aus der DerWesten-Redaktion. In seinem Artikel beschreibt er, warum ein Abbruch des Spiels fatal gewesen wäre.

„Es war eines der besten Fußballspiele der letzten Zeit“

Trotz überdurchschnittlichem Aufkommen von Pyrotechnik und dem frühzeitigen Platzsturm, sei es trotzdem ein spannendes Spiel gewesen. „Es war eines der besten Fußballspiele der letzten Zeit. Um längen besser als das müde DFB Pokalfinale“, schreibt McThai. Auch knutknutsen fand das Spiel „extrem spannend und sehr unterhaltsam“. Er ist allerdings froh, dass sein Club nicht beteiligt war. „Da wäre mir das Herz stehen geblieben“, erläutert knutknutsen.

Abschließend muss festgehalten werden, dass die Mehrheit der DerWesten-Nutzer das Spiel als Skandal einordnet. Die platzstürmenden Fans werden als Wahnsinnige bezeichnet, die „Idioten mit Hang zur Pyrotechnik“ als Geiselnehmer der anderen Zuschauer im Stadion. Es war nicht das einzige Spiel in dieser Saison, in der es einen Platzsturm und Pyrotechnik gab. Es war jedoch das einzige Spiel, in dem es Auswirkungen auf das Ergebnis hatte. Der Kommentar von Kallpache trifft den Nagel also auf den Kopf: „Die Affen müssen wieder hinter den Zaun.“ Jedenfalls solange, bis der Schlusspfiff erklinkt.

 
 

EURE FAVORITEN