Lahms Kampfansage nach 4:0 - "Sind noch lange nicht am Ende"

Erleichterte Gesichter im DFB-Team: Kapitän Philipp Lahm und Dreifachtorschütze Thomas Müller wirkten nach dem 4:0-Auftaktsieg gegen Portugal tiefenentspannt.
Erleichterte Gesichter im DFB-Team: Kapitän Philipp Lahm und Dreifachtorschütze Thomas Müller wirkten nach dem 4:0-Auftaktsieg gegen Portugal tiefenentspannt.
Foto: Getty Images
Mit einem fulminanten 4:0 (3:0)-Sieg hat die deutsche Fußball-Nationalelf am Montag einen Traumstart in die Fußball-Weltmeisterschaft gefeiert. Für Dreifachtorschütze Müller war ein Treffer "wieder schöner als der andere". Kapitän Lahm stellt klar: "Wir sind noch lange nicht am Ende". Die Stimmen.

Salvador da Bahia. Dreifach-Torschütze Thomas Müller: "Drei Tore im WM-Auftaktspiel bei so einem Gegner ist was Herrliches. Da war eins natürlich wieder schöner als das andere."

Müller zum Herzklopfen vor dem Elfmeter: "Ich hab die letzen vier Jahre schon die ein oder ander Aktion im Weltfußball mitgemacht. Ich bin nicht der Typ, der da Angst kriegt."

Müller zur Hitze: "Nach 20 Minuten hat man schon das erste Mal hochgeschaut und gedacht: Hoppla, das Spiel dauert heute aber lange. Bei der Sonne war es wirklich extrem schwer."

zur Roten Karte gegen Pepe: "Ich würd`s gern im Fernseher sehen. Ich habe einen Schlag gespürt mit der Faust, ich hoffe der war auch da. Ich hoffe, dass ich da jetzt nicht blöd aussah in der Situation. Ich wollte nichts Schinden, aber ich weiß es jetzt auch nicht 100 prozentig."

Kapitän Philipp Lahm: "Heute haben wir im richtigen Moment die Tore gemacht. Wir haben alle unglaublich gearbeitet. Schön, dass wir jetzt mit so einem Sieg nach Hause fahren. Aber wir sind noch lange nicht am Ende."

Lahm zum Gegner: "Ich finde Portugal ist eine super Mannschaft. Soweit ich weiß steht sie in der Weltrangliste auch auf Platz vier. Aber unsere Mannschaft hat heute sehr sehr gut gearbeitet und das ist wichtig."

Lahm zur Hitze: "Erste Halbzeit war brutal. Als die Sonne noch da war, war es unglaublich. Aber wir haben es vorher ja trainiert."

Jerome Boateng: "Wir haben von Anfang an Druck gemacht, Portugal wenig Raum gelassen und super nach vorne gespielt. Jeder hat dem anderen den Rücken gesichtert. Man hat klar gesehen, dass wir Portugal heute eigentlich gar keine Chance gelassen haben. Wir haben alle ein Ziel und wir wissen, dass wir das nur schaffen, wenn wir alle zusammenarbeiten."

Manuel Neuer: "Ich denke, dass wir in der Anfangsphase schon ein paar Probleme hatten. Es ist vieles sehr gut gelaufen für uns, aber dennoch muss man die ersten 20 bis 25 Minuten im Hinterkopf behalten. Wir dürfen uns nicht blenden lassen von dem, was heute passiert ist.."

Benedikt Höwedes: "Wenn man 4:0 gegen so einen Gegner gewinnt, kann man natürlich sehr zufrieden sein. Aber wir haben noch zwei wichtige Spiele gegen Ghana und USA vor uns, die wir mindestens genauso gut angehen müssen wie heute. Wenn wir da genauso Spielen ist das erste Ziel erreicht - und das heißt Achtelfinale."

Bundestrainer Joachim Löw: "Die Mannschaft war unheimlich kompakt, die Mannschaft war ganz geschlossen, wir haben wenig Konterchancen zugelassen. Wir haben in der ersten Halbzeit nach vorn gespielt und die Chancen genutzt. In der zweiten Halbzeit war es ein anderes Spiel. Thomas hat das schon sehr, sehr gut vorne gemacht. Er hat auch immer wieder Lücken gerissen für andere und drei Tore erzielt. Es war das Ziel, Ronaldo bei der Ballannahme zu stören. Boateng hat das klasse gemacht. Hummels hat irgendwie einen Schlag bekommen auf den Oberschenkel, er konnte dann nicht mehr sprinten. Der Muskel hat zugemacht. Ich gehe mal davon aus, dass das nicht dramatisch ist."

Wolfgang Niersbach (DFB-Präsident): "Es war ein wunderschöner WM-Auftakt für uns alle und ich hoffe, dass das zu Hause richtig gefeiert wird. Aber, es war erstmal nur ein Signal: Was wir bis jetzt in Brasilien gesehen haben ist allererste Qualität. Wie hat es der alte Herberger immer schon gesagt? Das nächste Spiel ist immer das schwierigste. Und Ghana wird wieder ein ganz anders Spiel."

Paulo Bento (Trainer Portugal): "Ich glaube, wir sollten nicht viel dazu sagen, wir haben es in der zweiten Halbzeit noch einmal versucht, aber es nicht mehr geschafft. Wir haben das Spiel schon in der ersten Halbzeit verloren und dann darauf geachtet, in der zweiten Halbzeit nicht weiter einzubrechen. Abgesehen von den ersten fünf Minuten haben wir nie ins Spiel gefunden. Da war einfach nichts zu machen."

 
 

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