Lahm zeigt's Kritikern - Schweinsteiger gegen USA bärenstark

David Nienhaus
Zeigte gegen die USA einen starken Auftritt: Bastian Schweinsteiger.
Zeigte gegen die USA einen starken Auftritt: Bastian Schweinsteiger.
Foto: Imago
Es müllert wieder bei dieser Weltmeisterschaft. Auch gegen die USA. Thomas Müller sorgte mit seinem vierten Turniertreffer für den 1:0-Sieg im letzten Gruppenspiel. Aber auch Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm fielen sehr positiv auf. Das DFB-Team in der Einzelkritik.

Recife. Deutschland feiert den Gruppensieg und wieder einmal war Thomas Müller spielentscheidender Mann auf dem Platz. Mit dem 1:0 gegen die USA - seinem vierten Turniertreffer - zog der Nationalspieler mit Argentiniens Star Lionel Messi und Brasilien-Held Neymar gleich.

Klose muss Torrekord verschieben - Müller trifft - Die Einzelkritik 

Deutschland feiert den Gruppensieg und wieder einmal war Thomas Müller spielentscheidender Mann auf dem Platz. Mit dem 1:0 gegen die USA - seinem vierten Turniertreffer - zog der Nationalspieler mit Argentiniens Star Lionel Messi und Brasilien-Held Neymar gleich.

Manuel Neuer: Im Dauerregen von Recife hätte sich Nationaltorwart Manuel Neuer wahrscheinlich etwas mehr bewegt, als er letztlich musste. Er hätte fast Wurzeln geschlagen, hätte er nicht ab und an vor seinem Strafraum die minimalen Angriffsbemühungen der US-Boys unterbinden dürfen. Note: 3

Jerome Boateng: Auf der rechten Seite war Jerome Boateng in der Anfangsphase Flankengeber Nummer eins im deutschen Team. Der Münchener stand dort sehr offensiv und spielte ordentlich mit; gerade auch, weil Löw die linke Seite der Amerikaner als Schwachstelle ausgemacht hatte. Defensiv mit nur einem Wackler gegen Zusi. Note: 3

Per Mertesacker: Defensiv kaum gefordert, im Strafraum der US-Boys gefährlich. In der 9. Minute wurde der „Big Fucking German“ vom eigenen Mitspieler (Höwedes) gestört. Kurz nach dem Seitenwechsel mit einer Flugkopfballeinlage, der das 1:0 durch Müller folgte. Note: 2,5

Mats Hummels: Der Dortmunder Innenverteidiger wackelte zwischenzeitlich ein bisschen. Leistete sich in der passsicheren Mannschaft zwei Abspielfehler. Eine Konzentrationsfrage? In den richtigen Momenten war Hummels dann aber defensiv wach - wie gegen den Neu-Gladbacher Fabian Johnson (20.). Hummels zeigte sich zwei Mal erwähnenswert in der Offensive. Note: 3,5

Benedikt Höwedes: Als offensiven Linksaußen hätte man Benedikt Höwedes auf der Taktiktafel aufführen können, so weit vorne stand der Schalker in der ersten Hälfte. Allerdings kamen dafür zu wenig Impulse über die linke Seite. Defensiv aber sicher. Note: 3,5

Bastian Schweinsteiger (bis 76.): Tatsächlich: Sami Khedira bekam eine Pause und Bastian Schweinsteiger kehrte erstmals in diesem Turnier in die DFB-Startelf zurück. Eine gute Idee vom Bundestrainer, erwies sich der Münchener als zentrale Figur im Spielaufbau der Deutschen. Taktgeber Schweinsteiger spielte kluge Pässe und machte kaum Fehler. Bekam viel auf die Schlappen. Note: 2

Philipp Lahm: Nach dem Spiel gegen die USA wird es keine große Diskussion über die Position von Philipp Lahm geben. Vor der Abwehr erledigte der Kapitän des DFB seine Aufgabe sehr zuverlässig – ballsicher, mit guter Spielübersicht und Balleroberungen. Lahm rettete in der Nachspielzeit den Sieg mit seiner Grätsche. Offensiv natürlich positionsbedingt kaum ein Faktor. Note: 2,5

Toni Kroos: War Sami Khedira gegen Ghana noch der Tempoverschlepper im DFB-Team, übernahm Toni Kroos diesen Part gegen die USA: Der Münchener wirkte gedanklich etwas zu langsam und nahm den Schwung aus dem Angriffsspiel. Immerhin spielte er gewohnt gute Diagonalpässe in der Spieleröffnung; sicher am Ball. Note: 3,5

Mesut Özil: Vor allem in der Anfangsphase hatte Mesut Özil gute Ideen im Angriffspiel. Der Mittelfeldmann steckte mehrmals den Ball zwischen den Reihen durch und hatte sogar einen guten Abschluss (25.). Danach aber etwas unauffälliger. Der Spieler vom FC Arsenal bleibt durch seine Ballsicherheit und Geistesblitze eine wichtige Komponente im deutschen Angriffsspiel. Der Knoten ist aber immer noch nicht vollends geplatzt. Note: 3

Thomas Müller: Im Strafraumzentrum trumpfte Thomas Müller groß auf, hatte gleich vier gute Aktionen direkt vor dem Kasten. Blieb aber glücklos, weil immer ein US-amerikanisches Bein dazwischen war. Musste Müller auf die Flügel rochieren, war er weniger effektiv. Das zeigte auch die 55. Minute. Aus dem Hintergrund erzielte er die 1:0-Führung und steht nun mit Messi und Neymar an der Spitze der Torjägerliste. Note: 2

Lukas Podolski (bis 45.): Der Lieblingsstürmer von Jürgen Klinsmann durfte gegen die USA und seinen alten Coach von Beginn an ran; Mario Götze nahm auf der Bank platz. Insgesamt kam zu wenig vom kölschen Londoner. Nur einmal konnte er sich offensiv in Szene setzen. Aber sein Einsatz stimmte. Note: 4

Miroslav Klose (ab 46.): Seinen Torrekord konnte Miroslav Klose gegen die USA nicht feiern. Der Römer sorgte aber für nötige Unruhe im Strafraum, zog immer wieder Leute auf sich und sorgte damit für Platz für seine Offensivkollegen. Note: 2,5

Mario Götze (ab 76.): Kam für Bastian Schweinsteiger. Ohne Note.

André Schürrle (ab 89.): Kam für Özil. Ohne Note.