Schröder fordert nach Halbfinalaus Umbruch im DFB-Team

Bernd Schröder hat sich nach dem WM-Halbfinalaus der deutschen Fußball-Frauen in Kanada der Kritik aus der Heimat angeschlossen und Veränderungen gefordert.

Potsdam.. "Wir haben jetzt zweimal hintereinander das Ziel nicht erreicht. Es muss ein Umbruch eingeleitet werden, gerade mit Blick auf Olympia im nächsten Jahr", sagte der Trainer von Turbine Potsdam der Deutschen Presse-Agentur. Namen für personelle Konsequenzen wollte Schröder nicht nennen. Bei der WM 2011 erfolgte das WM-Aus gegen Japan im Viertelfinale.

Der 72-Jährige bemängelte wie schon seine Kollegen Ralf Kellermann vom VfL Wolfsburg und Colin Bell vom Champions-League-Sieger 1. FFC Frankfurt die fehlende taktische Flexibilität. "Wir sind zu ausrechenbar", kritisierte Schröder, "nach dem Rückstand gegen die USA hatten wir keinen Plan B". Der 2:0-Sieger aus Amerika sei "klar auf unser System vorbereitet gewesen".

Schröder ärgerte sich besonders über die fehlende Selbstkritik der Beteiligten. "Die U-21 der Männer hat nach ihrem EM-Ausscheiden klar Position bezogen. Warum kriegen das die Frauen nicht hin?", fragte sich der langjährige Turbine-Coach, der folgendes Szenario erwartet: "Sollten wir gegen England Rang drei holen, wird die Selbstbeweihräucherung weiter gehen. Dann wird gesagt: "Platz drei ist doch gar nicht so schlecht." Das DFB-Team spielt am Samstag (22.00 Uhr) gegen England um Rang drei.

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