Verteidiger Weber kehrt zur Fortuna zurück

Christian Weber spielt nach seinem Intermezzo bei Insolvenklub Alemannia Aachen wieder bei den Fortunen.
Christian Weber spielt nach seinem Intermezzo bei Insolvenklub Alemannia Aachen wieder bei den Fortunen.
Foto: imago
Außenverteidiger Christian Weber kehrt zu Fortuna Düsseldorf zurück und kickt künftig für die zweite Mannschaft in der Regionalliga. Der Vertrag gilt bis Sommer 2015 – plus ein Jahr Option. "Wichtig ist für mich, das familiäre Gefühl wiedergewonnen zu haben“, bekundet Weber.

Düsseldorf.. Nach einem viermonatigen Intermezzo beim Drittligisten Alemannia Aachen streift Fortunas Rückkehrer Christian Weber ab Donnerstag wieder das Trainingsleibchen der Flingerner über. Das der Fußball-Regionalliga-Reserve. „Sportlich ist das ein Rückschritt. Aber wichtig ist für mich, das familiäre Gefühl wiedergewonnen zu haben“, bekundet Weber.

Die Rückholaktion machten Fortunas Manager Wolf Werner und Markus Hirte, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, möglich. Weber unterschrieb einen Vertrag bis Sommer 2015 mit der Option bis 2016.

Christian Weber darf langfristig mit der Fortuna planen

Eine Ablöse wird nicht fällig, da der Kontrakt mit den Aachenern noch am selben Tag aufgelöst wurde. Aufgrund des Insolvenzverfahrens der Alemannia sollte Weber sogar auf 70 Prozent seines Gehalts verzichten! Solche Horrormeldungen hat der Verteidiger bei Fortuna nicht zu befürchten. Es gab andere Interessenten, aber „ich wollte in der Region bleiben“, so Weber.

Allerdings dürften auch die Statuten der FIFA eine Rolle bei der Rückkehr gespielt haben. Demnach darf ein Spieler „nur“ für zwei Teams in einer Saison Pflichtspiele bestreiten. Den neun Punktpartien für Aachen gingen bereits vier mit Fortuna II voran. Ein Transfer zu einem weiteren Verein wäre „kompliziert, aber wegen der Insolvenz von Aachen wohl auch nicht unmöglich gewesen.“, verrät Weber.

Aachen war für Weber "die schlimmste Zeit meiner Karriere"

Nach Ablauf des Kontrakts bei Fortuna wurde dem 29-Jährigen auch zugesichert, eine Funktion außerhalb seiner aktiven Karriere bei den Rot-Weißen einzunehmen. Durchaus denkbar wäre für den Rechtsverteidiger, „als Trainer oder als Sportmanager zu arbeiten.“

Indes ist der Rechtsfuß froh, die Aachener Zeit hinter sich gelassen zu haben: „Das war die schlimmste Zeit meiner Karriere. Ich kam mit großen Erwartungen zur Alemannia, aber es wurde jeden Tag schlimmer. Immer wieder kamen neue Hiobsbotschaften. Auch innerhalb des Vereins wurde viel hinten herum gegeneinander geschossen. An Sport war kaum noch zu denken.“

 
 

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