Düsseldorfer Neustart ist noch mit Vorsicht zu genießen

Marcus Gülck
Weiß noch nicht so recht, was ihn in der neuen Saison erwartet: Fortuna-Trainer Frank Kramer
Weiß noch nicht so recht, was ihn in der neuen Saison erwartet: Fortuna-Trainer Frank Kramer
Foto: imago
Nach der so enttäuschenden Rückrunde hat es bei Fortuna Düsseldorf einen massiven Umbruch gegeben. Derzeit aber trüben Verletzungssorgen die Laune.

Düsseldorf. „Neustart“ lautet das vermeintliche Zauberwort bei Fortuna Düsseldorf. Wenn der Fußball-Zweitligist am Sonntag an der Alten Försterei bei Union Berlin in die neue Saison startet (15.30 Uhr/im Live-Ticker), dann werden aller Voraussicht nach gerade einmal noch drei Spieler in jener Startelf stehen, die vor zwei Monaten eine unterirdische zweite Halbserie als schlechteste Rückrunden-Mannschaft beendete. Neuer Cheftrainer, neuer Sportdirektor, neuer Mannschaftskapitän und Abwehrchef – in der Landeshauptstadt wurde kaum ein Stein auf dem anderen gelassen.

Einzige Konstante: Torhüter Michael Rensing erhält erneut den Vorzug vor Lars Unnerstall. Ansonsten haben Cheftrainer Frank Kramer und Sportdirektor Rachid Azzouzi der „launischen Diva“ vom Rhein im ersten Jahr nach der Ära von Andreas „Lumpi“ Lambertz ein komplett neues Aussehen verpasst. Innenverteidiger Karim Haggui, der Adam Bodzek als Mannschaftskapitän und Abwehrchef ablöst, soll mit seiner Erfahrung von 172 Bundesliga-Spielen dafür sorgen, dass am Ende nicht wieder satte 52 Gegentore auf dem Konto stehen.

Der Fokus liegt auf den Außenbahnen

Während im Angriff Didier Ya Konan und Mike van Duinen die Abgänge von Charlison Benschop und Erwin Hoffer kompensieren sollen, liegt der Fokus auf den Außenbahnen. Sercan Sararer, wie Haggui vom VfB Stuttgart gekommen, könnte mit Flügelflitzer Mathis Bolly das stärkste und schnellste Gespann im Unterhaus bilden. Vorausgesetzt, Bollys anfällige Muskulatur hält.

Schwieriger gestaltet sich die Situation auf der Doppel-Sechs. Oliver Fink und Christian Gartner waren zuletzt lange verletzt. Der langzeitverletzte Christopher Avevor kehrt wohl erst zur Rückrunde zurück, Sergio da Silva Pinto nach seinem Kieferbruch möglicherweise gar nicht mehr. Der Neustart in Düsseldorf ist auch angesichts des opulenten personellen Umbruchs noch mit Vorsicht zu genießen.