Forsbergs Tor reicht RB Leipzig nicht zum Sieg gegen Monaco

Emil Forsberg erzielte das erste Tor für RB Leipzig in der Champions League.
Emil Forsberg erzielte das erste Tor für RB Leipzig in der Champions League.
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Leipzig.. RB Leipzig hat das erste Champions-League-Spiel seiner jungen Vereinsgeschichte nicht verloren. Immerhin. Der Bundesligist empfing die AS Monaco, duellierte sich bis zur Erschöpfung mit dem französischen Meister und verabschiedete sich von den Gästen aus dem Fürstentum nach Toren von Emil Forsberg (33.) und Youri Tielemans (35.) 1:1 (1:1).

Damit kann man leben. War ja schließlich nicht irgendwer, der da Mittwochabend in die Messestadt kam. Zwar reichlich ausgeblutet vom Transfersommer, in dem der Klub von der Cote d'Azur nach Championat und Halbfinale in der Königsklasse eine Handvoll Stammspieler an andere Vereine abgeben musste. Doch die Monegassen haben schon wieder vier von fünf Ligue-1-Partien gewonnen und sind Zweiter hinter Paris St. Germain.

Leipzig darf deshalb in den Bundesliga-Alltag die Erkenntnis mitnehmen, dass das kein schlechtes Debüt in der Königsklasse für den Vorjahresaufsteiger gewesen ist. Sie sind auf Augenhöhe.

Vom Anstoß weg war das ein Hausherrenspiel. Leipzig bemühte sich um Kontrolle und drückte Monaco in die eigene Hälfte. Aber es war ein zähes Vorrücken, die Monegassen sind Spiegelbilder der Sachsen: pressen hoch, stehen dicht im Mittelfeld, lauern auf Konter – und können allesamt was am Ball.

Für das eigene Spiel war das kreuzgefährlich, Leipzig riskierte deshalb wenig und brauchte einen Standard, um zu seiner ersten Torchance zu kommen. Ecke Forsberg: Yussuf Poulsen verlängerte am kurzen Pfosten auf Timo Werners Schuhspitze, um Zentimeter verfehlte der Ball das Netz (24.).

Chance Nummer zwei brachte das erste Tor. Monaco verlor im Vorwärtsgang den Ball an Marcel Halstenberg, der Linksverteidiger spielte lang auf Poulsen, der hob das Bein und machte den Weg für Forsberg frei. Der Schwede spurte auf das Tor des früheren Wolfsburgers Keepers Diego Benaglio zu und ballerte dem Monaco-Debütanten den Ball ins kurze Eck.

Das Stadion riss es aus den Sitzen. Endlich angekommen in Europa, die Choreo zu Beginn des Spiels über der Fankurve doch nicht umsonst aufgezogen, die einen RB-Ballon über imitierte Berge fliegen ließ, während darunter geschrieben stand: Rasenballsport Leipzig durch Europa tragen. Aber der Jubel hing noch am Stadiondach fest, als Monaco zurückschlug. Djibril Sidibé flankte von rechts auf Adama Diakhaby, der köpfte auf Zugang Tielmans, der Belgier scheiterte im ersten Versuch an RB-Schlußmann Peter Gulacsi, den Abpraller stocherte er ins Netz.

So ging es in die Pause – und so auch zu Ende. Denn die AS konnte nicht mehr, die Kräfte. Monaco zog sich mit zehn Mann zurück in die eigene Hälfte und lauerte auf Konter, die die Monegassen allerdings nur noch halbherzig zu Ende spielten. Sie verpufften allesamt an Leipziger Beinen, in Schüssen übers Tor oder ein paar ungefährlichen Standards.

Gegen das so errichtete Bollwerk gab es aber auch für Sachsen nichts zu holen. Strafraumfußball ist einfach nicht ihr Ding – und zum Umschalten gab es kaum Gelegenheiten.

Zwei Chancen ergaben sich bis zum Schlusspfiff. Die erste war klassisch auf Nationalstürmer Timo Werner zugeschnitten. Besitzverlust Monaco, Werner bekam den eroberten Ball in die schnellen Beine gespielt und eilte im spitzen Winkel auf Benaglio zu. Seinen Schuss setzte er aber am langen Pfosten vorbei (52.).

Die zweite war schließlich auch die letzten in diesem zähen, keinesfalls aber verunglückten Einstand der Leipziger in Europa. Der eingewechselte Jean-Kévin wuchtete einen Ball aus zehn Meter über die Monegassische Querlatte (82.).

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