FC Bayern München und Leroy Sané: Warum der Transfer für den FCB ein gewaltiger Rückschritt ist

Das Transfer-Theater um Leroy Sané hat beim FC Bayern München eine Menge Diskussionen entfacht.
Das Transfer-Theater um Leroy Sané hat beim FC Bayern München eine Menge Diskussionen entfacht.
Foto: imago sportfotodienst / Collage: DER WESTEN

Nun also doch! Leroy Sané wird allem Anschein nach zum FC Bayern München wechseln. Viele Fans erkennen in dem Transfer einen Beweis der Stärke des FCB. Dabei ist das Wechsel-Theater um den 23-Jährigen der letzte Beweis für einen gewaltigen Rückschritt beim deutschen Meister.

Was schon länger bekannt ist: Der FC Bayern München kann finanziell mit den ganz Großen in Europa nicht mehr mithalten.

Der FC Bayern München und Leroy Sané

Was in den vergangenen Wochen jedoch deutlich wurde: Die Bayern nehmen ihre Rolle unterhalb der europäischen Elite nicht nur an, sie werfen dabei sogar ihre Seele und ewige Vereinsphilosophie über Bord.

Es geht um dieses riesige bayrische Selbstbewusstsein, das stets an der Grenze zur Arroganz entlang wandert. Diese Mentalität bescherte den Bayern in den vergangenen Jahrzehnten außerhalb der eigenen Fanszene gewiss keine Beliebtheitspunkte, machte sie aber auch zu einem der größten Spitzenclubs in Europa.

„Mia san zweitklassig“

Doch diese Zeiten sind vorbei. Aus „Mia san mia“ wurde „Mia san zweitklassig“. Das machten die Bayern deutlich, als sie sich in diesem Sommer erschreckend unterwürfig bei Manchester City einschleimten, um die Sané-Verhandlungen am Leben zu halten.

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Nachdem Niko Kovac am Rande des Audi Cup im ZDF vom Münchner Werben um Sané erzählt hatte, setzte es gleich einen bewusst inszenierten Rüffel von Karl-Heinz Rummenigge. Der Vorstandsboss mahnte großspurig zu mehr Respekt. Schließlich stehe Sané doch noch in Manchester unter Vertrag.

Diese Rummenigge-Worte wurden zudem auffällig offensiv auf den Social-Media-Kanälen des Vereins geteilt. Es ging dem Club ganz offensichtlich darum, bei Manchester City zu Kreuze zu kriechen. Schließlich soll der englische Meister darum gebeten haben, die Verhandlungen nicht an die große Glocke zu hängen.

Dieses devote Verhalten des FC Bayern wär vor wenigen Jahren noch unvorstellbar gewesen.

Kuriose Kritik an Kovac

Besonders kurios: In der Vorsaison war Niko Kovac immer und immer wieder in Frage gestellt worden. Viele Fans glaubten, der unerfahrene Trainer sei noch nicht reif genug für den großen FC Bayern. In diesem einen ZDF-Interview lebte Kovac dann jedoch die geballte Münchner Mentalität, indem er offen und selbstbewusst kommunizierte: Wir sind der FC Bayern. Und wir wollen diesen Spieler.

Ausgerechnet für diese Worte bekam der FCB-Coach einen auf den Deckel. Weil die Club-Spitze unmissverständlich deutlich machen wollte: Mia san zweitklassig.

 
 

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