Nach umstrittenen Erdogan-Besuch: so erklärt Ilkay Gündogan die Trikot-Aktion

Foto: Getty Images

Ilkay Gündogan und Mesut Özil – zwei deutsche Nationalspieler – treffen sich mit dem umstrittenen türkischen Staatschef Recep Erdogan. Überreichen ihm Trikots, Gündogan versah das Trikot sogar mit der Widmung „Für meinen Präsidenten, hochachtungsvoll“, da war Ärger vorprogrammiert.

Gündogan äußert sich

Jetzt äußert sich Ex-BVB-Kicker Gündogan gegenüber der Bild zu der Aktion. „Aber sollten wir uns gegenüber dem Präsidenten des Heimatlandes unserer Familien unhöflich verhalten? Bei aller berechtigten Kritik haben wir uns aus Respekt vor dem Amt des Präsidenten und unseren türkischen Wurzeln – auch als deutsche Staatsbürger - für die Geste der Höflichkeit entschieden.

Es war nicht unsere Absicht, mit diesem Bild ein politisches Statement abzugeben, geschweige denn Wahlkampf zu machen. Als deutsche Nationalspieler bekennen wir uns zu den Werten des DFB und sind uns unserer Verantwortung bewusst.“

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DFB-Präsident kritisiert Treffen

Zuvor hatte sich schon DFB-Präsident Reinhard Grindel negativ zu dem Erdogan-Treffen geäußert. Auf Twitter schrieb er: „Es ist nicht gut, dass sich unsere Nationalspieler für seine Wahlkampfmanöver missbrauchen lassen. Der Integrationsarbeit des DFB haben unsere beiden Spieler mit dieser Aktion sicher nicht geholfen.“

Seit Jahren entfernt die Türkei sich unter Erdogans Führung von demokratischen und rechtsstaatlichen Standards. Erdogan leugnet den Völkermord an den Armeniern, schränkt die Presse- und Meinungsfreiheit in seinem Heimatland massiv ein, beleidigt europäische Spitzenpolitiker, will die Todesstrafe in der Türkei wieder einführen und lässt Oppositionelle verfolgen.

Er befindet sich derzeit in Großbritannien auf einer Wahlkampfreise.

Gründe nicht genug

Özil und Gündogan reichten diese Gründe offenbar nicht, um sich mit Erdogan zu treffen (hier alle Einzelheiten zum Treffen).

Dienstag wird der Kader für Russland bekannt gegeben

Mesut Özil und Ilkay Gündogan zählen seit vielen Jahren zum Kreis der deutschen Nationalmannschaft. Am 15. Mai gibt Bundestrainer Joachim Löw den vorläufigen Kader für die WM in Russland im Sommer bekannt. Özil und Gündogan gelten dabei als gesetzt.

 
 

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