Erdogan: Unfassbare Aussage des türkischen Präsidenten! Dieser Satz lässt Fußballfans kochen

Recep Tayyip Erdogan, türkischer Präsident, nennt die Gesten der Nationalspieler „natürlich und selbstverständlich“.
Recep Tayyip Erdogan, türkischer Präsident, nennt die Gesten der Nationalspieler „natürlich und selbstverständlich“.
Foto: dpa

Recep Tayyip Erdogan hat zum Salut-Jubel einiger türkischer Nationalspieler Stellung bezogen. Die Geste hatte zuvor in der Fußballwelt einen großen Wirbel entfacht.

Laut Erdogan seien die Gesten der türkischen Spieler „natürlich und selbstverständlich“, wie die Nachrichtenagentur DHA berichtet. Den Wirbel um den Salut-Jubel kann der 65-Jährige nicht nachvollziehen: „So etwas habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen.“

Erdogan nimmt türkische Spieler in Schutz

Erdogan spielte den Vorfall runter. Seiner Auffassung nach hätten die türkischen Spieler nun mal eine „nationale Sichtweise, und diese Sichtweise haben sie mit all den Zuschauern geteilt“.

Diese „nationale Sichtweise“ ist allerdings ein Bekenntnis zu einem großen Militäreinsatz, der viele unschuldige Todesopfer fordert. Das stört Erdogan offenbar herzlich wenig. Der türkische Staatspräsident ging sogar so weit zu behaupten, man könne doch nichts Negatives über eine Mannschaft sagen, „die es so weit gebracht hat“.

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Strafe für die türkische Nationalelf?

Am Donnerstag berät die UEFA-Disziplinarkammer über eine mögliche Strafe für das türkische Team. Denn politische Gesten und Äußerungen sind nach den Statuten des europäischen Fußballverbands verboten. Erdogan kann sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass auf die türkische Elf eine Strafe zukommt: „Die UEFA kann höchstens eine Verwarnung aussprechen.“

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Sport-Top-News:

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Nachahmer in NRW

In Nordhrein-Westfalen hatte der Salut-Jubel am vergangenen Wochenende im Amateurfußball einige Nachahmer gefunden. Auf manchen Kreisliga-Plätzen jubelten türkische Spieler in ähnlicher Pose.

Mannschaften aus dem Ruhrgebiet solidarisieren sich

Speziell im Ruhrgebiet solidarisierten sich teilweise ganze Mannschaften mit den türkischen Streitkräften in Nordsyrien. Sportgerichte befassen sich nun mit dem Thema. Die Verbände in NRW wollen gegen den Salut-Jubel vorgehen.

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Gruß wird falsch verstanden

Der türkische Generalkonsul in Essen, Sener Cebeci, erklärte auf einer Pressekonferenz gegenüber DER WESTEN, dass der umstrittene Militär-Salut falsch verstanden werde. Der Salut sei kein militärisches Symbol, sondern ein „Gruß an alle Soldaten und ihre Verwandten“.

Cebeci findet Sperren von Spielern und Geldbußen „nicht richtig“. In der Türkei habe der Gruß eine andere Bedeutung als in Deutschland. (hier mehr dazu)

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Wirbel um Gündogan und Can

Ilkay Gündogan und Emre Can hatten bei Instagram ein Foto des türkischen Nationalspielers Cenk Tosun mit "Gefällt mir" markiert. Das Foto zeigte türkische Spieler beim Salutieren. Umgehend ernteten Gündogan und Can einen Sturm der Entrüstung. Daraufhin nahmen die beiden deutschen Nationalspieler ihre Likes zurück und behaupteten, sie hätten nicht gewusst, dass es sich um eine politische Message handelte.

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Can mit Roter Karte

Den traurigen Abschluss einer unglücklcihen Woche bildete für Emre Can das EM-Quali-Spiel in Estland. Deutschland gewann die Partie zwar mit 3:0, doch Can flog schon nach 13 Minuten nach einer Notbremse mit Rot vom Platz.

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Recep Tayyip Erdogan:

  • Erdogan ist seit dem 28. August 2014 Präsident der Türkei
  • Er wurde am 26. Februar 1954 geboren
  • Er ist Vorsitzender der Partei AKP
  • Nach dem Verfassungsreferendum 2017 wurde das parlamentarische System im Juli 2018 bei einer vorgezogenen Wahl in ein Präsidialamt umgewandelt, damit Erdogan mehr Macht inne hat
  • Erdogan setzt sich für eine Wiedereinführung der Todesstrafe ein
  • Seit 2017 hat es zahlreiche Verhaftungen von deutschen Journalisten und Staatsangehörigen gegeben. Diese standen stets im Zusammenhang mit regierungskritischen Äußerungen in den sozialen Medien
  • Erdogan startete vor jetzt eine Militäroffensive in Syrien, die massiv für Kritik sorgt. In Deutschland protestieren Kurden gegen sein Handeln.

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