Kahn und KMH weht weiter der Wind der Häme entgegen

Peter Müller
Das ZDF hat eine positive Bilanz zu seinem Programm am Fußballstrand auf Usedom gezogen. Die 880 Strandstühle und 60 Strandkörbe seien nicht nur bei Deutschland-Spielen ausverkauft gewesen, betont der Sender. Und doch weht dem Moderatoren-Duo der Wind der Häme entgegen. Eine TV-Kritik.

Essen. Zwei Wochen EM sind vorbei, die letzten Tage stehen bevor. Die letzten Tage mit Katrin Müller-Hohenstein und Oliver Kahn.

Der Wind der Häme wehte ihnen in ihrem ZDF-Strandfernsehgarten auf Usedom schon nach den ersten Auftritten in Stärke zehn entgegen. Die TV-Kritiker der Republik stürzten sich auf das Moderatorenduo wie ein Möwenschwarm auf den Heringskutter. Vom Insel-Irrsinn war zu lesen. Von der Usedomina und dem Grillwurst-Olli. Vom ZDF-Sportstadl. Vom Schrecken der ortsansässigen Vegetation. Von der Touri-Suse mit dem Strandkorbverleiher. Von einem Animationsprogramm bei Pauschalreisen. Vom Strande des Nervenzusammenbruchs.

Das Ganze gipfelte in der Feststellung: Vor dem Zweiten flieht man besser. Und in der Frage: Wo ist der Anstieg des Meeresspiegels, wenn man ihn braucht?

Die Sehnsucht nach Stille, sie nimmt zu. Die Katrin und der Olli finden aber immer noch, dass sie einen richtig guten Job machen. Wir haben geduldig überprüft, ob ihnen Unrecht getan wurde. Haben zwei Wochen lang das Positive gesucht.

Und suchen weiter, immer weiter.