BVB-Spieler Marco Reus wird das EM-Aus stärker machen

Marian Laske
Marco Reus fährt nicht zur EM. Das schmerzt. Doch er hat in dieser Saison gezeigt, dass er kämpfen kann. Reus wird zurückkommen. Ein Kommentar.

Essen. Es war tragisch. Es war dramatisch. 2012 verschoss Bastian Schweinsteiger den entscheidenden Elfmeter gegen den FC Chelsea im "Finale dahoam". Die Bild fragte: "Zerbricht Schweinsteiger an diesem Schuss?" Der Rest ist bekannt. Der damals 27-Jährige rappelte sich auf, wurde ein Jahr später Champions-League-Sieger und 2014 Weltmeister.

Was sagt das mit Blick mit auf Marco Reus? Zumindest sollte man den 27-Jährigen Offensivkünstler des BVB nicht abschreiben. Natürlich, das EM-Aus schmerzt. Die Karriere bleibt unvollendet. Kein Titel. Viele Verletzungen.

Aber schon in dieser Saison wurde deutlich: Reus kämpft. Er will Titel. In 43 Einsätzen hat er 23 Tore erzielt, acht vorbereitet. Trotz seiner Verletzungen. Im DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern hat er zwar nicht geglänzt, aber er hat sich 120 Minuten durchgebissen, seinen Elfmeter verwandelt. Mehr ging nicht.

Erst am Ende sollte man Bilanz ziehen

Marco Reus wird diesen erneuten Rückschlag verdauen. Er wird ihn stärker machen. Und sollte sich der BVB unter Thomas Tuchel weiter verbessern, wird Reus in den kommenden Jahren auch einen Titel in die Luft stemmen. Erst am Ende der Karriere sollte man Bilanz ziehen.

Didier Drogba hat 2012 mit dem FC Chelsea übrigens seinen ersten internationalen Triumph gefeiert. Im Alter von 34 Jahren.