EM 2024 geht nach Deutschland! +++ Hier alle Infos zum Abstimmungskrimi von Nyon

Reinhard Grindel präsentiert stolz die Wahl des UEFA-Exekutivkomitees.
Reinhard Grindel präsentiert stolz die Wahl des UEFA-Exekutivkomitees.
Foto: Martial Trezzini/ KEYSTONE/ dpa

Nyon. Die Entscheidung ist gefallen: Die EM 2024 geht nach Deutschland! Mit 12:4 Stimmen haben sich das UEFA-Exekutivkomitees für Deutschland entschieden. Welches der 17 Mitglieder seine Stimme an welches Land abgegeben hat, bleibt geheim.

Zuerst hatte sich die Entscheidung verzögert. Doch Präsiedent Aleksander Ceferin gab um 15:21 Uhr bekannt, dass Deutschland den Zuschlag erhält. „Ich bedanke mich beim UEFA-Exko für das unglaubliche Vertrauen. Ich spüre Verantwortung. Wir werden alles dafür tun, den Erwartungen gerecht zu werden", sagte Reinhard Grindel nach der Bekanntgabe.

EM 2016: Hier sollen die Spiele ausgetragen werden

Gespielt werden wird in sechs Jahren in Berlin, München, Düsseldorf, Stuttgart, Köln, Hamburg, Leipzig, Dortmund, Gelsenkirchen und Frankfurt/Main. Der DFB rechnet damit, dass insgesamt 2,78 Millionen Zuschauer zu den 51 Spielen in den Stadien kommen können. Zudem wird es wieder große Fanmeilen geben. Welche Stadt welche Partie bekommt, wird noch festgelegt. Für das Finale kommen aber eigentlich nur München und Berlin infrage.

Für den DFB war die EM-Vergabe von fast existentieller Bedeutung. Nach den Wirren um Mesut Özil und dem WM-Debakel in Russland war der Verband in den vergangenen Monaten massiver Kritik ausgesetzt. Wäre auch noch die EM-Bewerbung gescheitert, hätte der nächste Sturm begonnen. Viele hatten auch Grindels weitere Zukunft im Verband an die Entscheidung geknüpft - nun wird der noch bis 2019 gewählte 57-Jährige den Zuschlag auch für sich verbuchen können.

EM-Vergabe 2024 im Live-Ticker

+++ Hier kannst du den Live-Ticker aktualisieren +++

15:25: EM-Botschafter Philipp Lahm kündigt in seinem kurzen Statement ein großes Fußballfest an.

15:23 Uhr: Reinhard Grindel wirkt sichtlich erleichtert: „Wir werden an der Stadioninfrakstrutur einiges machen. Das wird den Vereinen zu Gute kommen.“

15:21 Uhr: Ein Notar überreicht den Brief an Ceferin, Der gibt bekannt: Die EM 2024 geht nach Deutschland!

15:18 Uhr: Die Türkei setzt in ihrem Clip auf Gemeinsamkeiten: Alt und jung, Asien und Europa. Wer natürlich nicht fehlen darf, der „salt bea“.

15:14 Uhr: In Videos werden die beiden Bewerber Deutschland und Türkei vorgestellt. Deutschland präsentiert sich selbstbewusst, Philipp Lahm ist das Gesicht der Kampagne.

15:11 Uhr: Nun folgt eine historisches Video über die vergangenen Europameisterschaften. Natürlich darf dabei auch der deutsche Turniersieg von 1996 nicht fehlen. Oliver Bierhof, heute Team-Manager, erzielte das entscheidende Tor.

15:05 Uhr: Die Spannung steigt! Jede Minute soll die Wahl losgehen. Doch immer noch ist niemand auf der Bühne zu sehen.

15:04 Uhr: Die ersten Live-Bilder aus Nyon:

14:56 Uhr: Die Entscheidung verzögert sich...

14:50 Uhr: In Nyon tut sich bisher wenig. Das Podium ist leer. Spätestens um 15.05 Uhr soll eine Entscheidung fallen.

14:45 Uhr: Jetzt wird's ernst in Nyon! Wer erhält den Zuschlag für die EM 2024 – Deutschland oder die Türkei?

13.50 Uhr: Auch Ex-Schalke-Profi Benedikt Höwedes drückt der deutschen Delegation die Daumen:

11.33 Uhr: Mit einer Entscheidung kann ab 15.05 Uhr gerechnet werden. In einer geheimen Wahl entscheiden Präsident und 16 Mitglieder des UEFA-Exekutivkomitees über den Austragungsort der EM 2024.

Donnerstag 7.16 Uhr: Gesicht der deutschen EM-Bewerbung ist Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm. Er wurde zum Botschafter ernannt, steht zudem schon jetzt im Falle des Zuschlags als Cheforganisator der EM 2024 fest. Im Vorfeld der Vergabe des Postens an Lahm gab es allerdings Irritationen (mehr Infos).

Mittwoch, 21.47 Uhr: Bei einem Erfolg würde Deutschland die EM schon zum zweiten Mal ausrichten. Schon 1988 trat Deutschland als Gastgeber auf. Doch ausgerechnet bei diesem Turnier errang der Erzrivale aus den Niederlanden den bisher größten Erfolg. Nach einem Halbfinalsieg gegen Deutschland gewannen die Niederlande das Finale gegen die Sowjetunion mit 2:0.

Das sind die Sieger der bisherigen Fußball-Europameisterschaften:

  • 2016: Portugal
  • 2012: Spanien
  • 2008: Spanien
  • 2004: Griechenland
  • 2000: Frankreich
  • 1996: Deutschland
  • 1992: Dänemark
  • 1988: Niederlande
  • 1984: Frankreich
  • 1980: Deutschland
  • 1976: Tschechoslowakei
  • 1972: Deutschland
  • 1968: Italien
  • 1964: Spanien
  • 1962: Sowjetunion

(mb/ fel/ sid)

 
 

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