Eklat in Gladbach: Eberl beleidigt Nagelsmann als „kleinen Pisser“

Gerieten im Borussia Park aneinander: Hoffenheim-Trainer Julian Nagelsmann und Gladbachs Sportdirektor Max Eberl.
Gerieten im Borussia Park aneinander: Hoffenheim-Trainer Julian Nagelsmann und Gladbachs Sportdirektor Max Eberl.
Foto: imago

Mönchengladbach. Borussia Mönchengladbach und die TSG Hoffenheim brannten am Samstag (3:3) im Borussia-Park ein wahres Feuerwerk ab. Doch nicht nur auf dem Platz entwickelte sich offener Schlagabtausch.

Auch neben dem Spielfeld gerieten die Akteuere in Rage. Allen voran Max Eberl (44). Beim Stand von 1:1 in der 36. Spielminute ging der Gladbacher Sportdirektor den Hoffenheimer Trainer an. Dabei vergriff sich Eberl in der Wortwahl: „Julian, du kleiner Pisser!“, soll der 44-Jährige den TSG-Trainer im Eifer des Gefechts betitelt haben.

Diese Situation führte zum Zoff

Auslöser für Eberls Erregung war die Gelbe Karte für Hoffenheims 1:0-Torschütze Benjamin Hübner, der im Anschluss an seine Verwarnung noch einen angedeuteten Kopfstoß fabriziert hatte.

Dafür hatten die Gladbacher, Eberl am Spielfeldrand gehörte dazu, eine weitere Gelbe Karte gefordert. Die Gäste echauffierten sich wiederum genau darüber.

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Metzelder nimmt Eberls Ausraster gelassen

Bei Sky wurde die hitzige Auseinandersetzung zwischen Eberl und Nagelsmann umgehend diskutiert. Christoph Metzelder spielt den Zoff herunter: „Da darf man nicht sehen, was ich sonntags um 11 Uhr manchmal sage!“, sagte der ehemalige Profi von Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04.

Eberl sendet Friedenszeichen

Kurz nach Abpfiff gab sich Max Eberl im Interview mit den Kollegen von Sky reumütig: „Ich bin nicht frei von Fehlern. Ich habe mich bei Julian entschuldigt“, so der 44-Jährige. Er habe sich von seinen Emotionen im Spiel leiten lassen und bereue seine Wortwahl.

Nicht der erste Ausraster

Der Sportdirektor, der in der Bundesliga klar zu den besonnen und eher nicht emotional handelnden Managern zählt, ist ein Wiederholungstäter. Bereits zweimal in den vergangenen anderthalb Jahren ging Eberl im Kabinengang nach Gladbacher Heimspielen auf die eigenen Fans los.

Gegen Manchester City (1:1) in der Champions League der vergangenen Saison und gegen den Hamburger SV (3:1) in der Bundesliga vor Weihnachten wählte Eberl für aus seiner Sicht unberechtigt pfeifende Zuschauer den verbalen Klosettgang. In beiden Fällen entschuldigte sich Eberl wenig später für die Wortwahl. „Wenn ich in einem Stadion mit meiner Mannschaft halte, gehen halt mal die Emotionen durch. Wichtig ist aber, dass man sich hinterher wieder in die Augen schauen kann“, so Eberl.

 
 

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