Doppelpass (Sport 1): Marcel Reif löst heftige Diskussion aus – um diese Aussage geht es

Im Sport 1-Doppelpass löste eine Aussage von Marcel Reif eine heftige Diskussion aus.
Im Sport 1-Doppelpass löste eine Aussage von Marcel Reif eine heftige Diskussion aus.
Foto: imago images/teutopress

Der Doppelpass (Sport 1) hat in der näheren Vergangenheit immer wieder mit Rassismus-Vorwürfen zu kämpfen.

An diesem Sonntag hat eine Aussage von Experte Marcel Reif im Sport 1-Doppelpass für heftige Diskussionen bei den Zuschauern gesorgt.

Doppelpass (Sport 1): Wieder Wirbel um Marcel Reif

Ende November war es Gast Steffen Freund, der im Sport 1-Doppelpass mit seiner Aussage für eine Rassismuss-Debatte sorgte, kurz vor Weihnachten vergriff sich Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge im Ton. Der berühmte Fußball-Talk stand immer wieder wegen grenzwertiger Aussagen seiner Gäste.

In der Ausgabe am Sonntag löste eine Aussage von Experte Marcel Reif eine kontroverse Diskussion im Netz aus. Marcel Reif hatte folgendes gesagt:

„Nach dem Spiel gegen Stuttgart gab es ja die Herren Hummels und Reus, nicht etwa irgendwelche Jungtürken, die gesagt haben: ‚Wir sind eine Mannschaft, die nicht verteidigen kann‘.“

Die Zuschauer störten sich in erster Linie an dem Ausdruck Jungtürken, vermuteten darineine rassistische Konnotation. Hier die Reaktionen:

  • „Das darf nicht wahr sein, wie selbstverständlich die dort diesen Mist rausballern“
  • „Ihr solltet beim Dopa vielleicht mal langsam feucht durchwischen. Langsam wird es wirklich peinlich“
  • „Peinlich, einfach abwertend“
  • „Marcel Reif ist ein widerlicher Rassist.“

Doppelpass: So reagiert Reif auf die Vorwürfe

Als man im Doppelpass die Eskalation im Netz entdeckte, reagierte man gleich und gab Marcel Reif die Möglichkeit sich dazu zu äußern.

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Das waren die Gäste im Sport 1-Doppelpass:

  • Moderator: Thomas Helmer
  • Fredi Bobic, Sport-Boss bei Eintracht Frankfurt
  • Marcel Reif, Sport 1-Experte
  • Alfred Draxler, Chefredakteur Sport Bild
  • Thiemo Müller, Redaktionsleiter Südwest Kicker
  • Oliver Müller, freier Sportjournalist

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Seine Erklärung: „Ich habe Jungtypen gesagt, und nicht Jungtürken. Und wenn ich Jungtürken gesagt habe, gebe ich zu: Ich habe das manchmal in meinem Sprachgebrauch. Ist da ein rassistischer Unterton, helft mir mal bitte, wenn ich da etwas Falsches gesagt habe? Ich sehe darin kein Problem. Sollte ich jemand in irgendeiner Form beleidigt haben, entschuldige ich mich dafür.“

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Das steckt hinter dem Wort „Jungtürken“

Doch selbst beim Wort „Jungtürken“ einen rassistischen Hintergrund zu entdecken, fällt schwer. Wie einige Zuschauer auf Twitter anmerkten, handelt es sich dabei um einen politischen Begriff. Laut Duden ist die Bedeutung: „Mitglied einer politischen Bewegung im Osmanischen Reich; auch scherzhaft für junger Reformpolitiker“.

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Deshalb gab es auch zahlreiche Zuschauer, die Marcel Reif in Schutz nahmen und die Aufregung für unberechtigt hielten.

  • „Okay, man kann Reif denke ich wirklich nichts vorwerfen, auch wenn der Begriff schon merkwürdig klingt.“
  • „Ich empfinde die Aussage von Marcel Reif nicht als rassistisch. Trotzdem verspielt der #Dopa bei mir derzeit viel Kredit. Das ist teilweise nur noch populistisches Stammtischgerede und Thomas Helmer wirkt überfordert. Mit Florian König muss ein Neuanfang her.“
  • „Jungtürken ist ein politisch positiv konnotierter Begriff, der mMn nichts mit Rassismus zu tun hat, jedoch in einer Diskussion über die Umstände der Demission von Favre völlig deplatziert wirkt.“
  • „Der Begriff "Jungtürken" scheint schlichtweg nicht mehr sonderlich geläufig. Mir bis gerade übrigens auch nicht so richtig. Aber eine kurze Recherche hilft durchaus, um den Kontext einzuordnen und die Empörung mal etwas einzudampfen“

(fs)

 
 

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