Die zehn größten Tor-Pannen im Fußball

Essen.. Beim 5:0-Sieg des MSV Duisburg gegen den FSV Frankfurt schüttelten 10 000 Fans den Kopf über ein Tor, das keines war. Die Funktionäre versuchen, solche Pannen zu verhindern. Es gibt Tests mit Tor-Richtern, Diskussionen über einen Chip im Ball und über den Videobeweis. Viele Fragen, fest steht aber nur die Top-Ten der Torpannen.

Platz 10:Christian Tiffert vom MSV Duisburg. Der MSV führte Sonntag 4:0 gegen Frankfurt, als Tiffert aus 17 Metern die Latte traf, Der Ball prallte einen Meter vor der Linie auf, doch Schiedsrichter Marco Fritz entschied: Tor! 5:0. Tiffert jubelte und sagte später: „Ich kenne den Mann nicht privat."

Platz 9:Der holländische Erstligist NEC Nimwegen stürmt im Pokal gegen den unterklassigen Klub De Treffers. Der Ball ist schon fast über die Linie, als der Masseur der Treffers aufs Feld rennt und das sichere Tor mit einem Kopfball verhindert. Die Profis aus Nimwegen schäumten vor Wut, doch die Regel sagt: Schiedsrichterball.

Platz 8:Ein Fan des FC Liverpool schießt am 17. Oktober des vergangenen Jahres einen roten Plastikball auf den Rasen des Stadions vom FC Sunderland. Er lacht sich kaputt über seinen Coup, aber nur kurz. Darren Bent vom FC Sunderland schießt, trifft die rote Kugel, der Ball prallt ab und fliegt zum 1:0 für Sunderland ins Netz. Das Tor gilt, Sunderland gewinnt 1:0, und der Fan lacht nicht mehr.

Platz 7:Der 7. März 1981 war der Tag von Arne-Larsen Ökland. Der Angreifer von Bayer Leverkusen hatte schon drei Tore gegen den FC Bayern erzielt, als er mit einem weiteren Schuss das Außennetz traf. Schiedsrichter Udo Horeis entschied auf Zeichen des Linienrichters: Tor! Doch Ökland korrigierte: „Kein Tor!“ Horeis bedankte sich, gab Abstoß für Bayern, und Leverkusen gewann 3:0.

Platz 6:Der Schalker Oliver Held wehrte 1998 im Spiel gegen den 1. FC Köln den Ball vor der Linie mit der Hand ab. Statt Elfmeter entschied der Schiedsrichter auf Eckball. Kölns Stürmer Toni Polster war so wütend, dass er Held wünschte: „Er soll sein Leben lang kein Glück mehr haben.“

Platz 5:Das Phantomtor aus England, das nur die Unparteiiischen gesehen hatten. Im Zweitligaspiel zwischen Watford und Reading pfiff der Schiedsrichter in der 13. Minute nach einem Getümmel im Strafraum ab. Die Spieler gingen von einem Freistoß aus, doch der Linienrichter winkte mit seiner Fahne: Tor für Watford! Alle Proteste halfen nichts, der Treffer, galt.

Platz 4:Frankreichs Thierry Henry bugsierte mit seinem Handspiel im vergangenen Jahr nicht nur den Ball am Gegner vorbei, sondern sorgte mit seiner Vorlage zum 1:1 auch für das WM-Aus für Irland. Bestraft wurde er dafür aber nicht (siehe Extra-Text).


Platz 3:Diego Maradona war nicht nur ein genialer Fußballer, er hatte auch die „Hand Gottes“. Im Viertelfinale der WM 1986 schob er den Ball mit der Hand an Englands Torhüter Peter Shilton vorbei zum 1:0 ins Netz. Argentinien siegte 2:1, England musste nach Hause fahren.

Platz 2:Das Wembley-Tor vom WM-Finale 1966. Für die deutschen Fußball-Fans eine Fehlentscheidung. Nicht nur Torwart Hans Tilkowski schwört, dass der Ball von Geoff Hurst zum 3:2 nicht hinter der Linie war. Schiedsrichter Gottfried Dienst aus der Schweiz sagte aber: Tor, und Deutschland verlor 2:4.

Platz 1:Die Mutter aller Phantom-Tore; 1994 schob Bayerns Thomas Helmer den Ball in Richtung Tor des 1. FC Nürnberg, doch der Schuss ging vorbei. Schiedsrichter Osmers entschied trotzdem auf Tor, Nürnberg verlor 1:2. Nach einem Proteststurm wurde die Partie wiederholt, Bayern siegte 5:0, und Nürnberg stieg wegen seines schlechten Torverhältnisses ab.

 
 

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