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Die Botschaft des Tipico-Deals: Für Geld tun Verbände alles

Der Wettanbieter Tipico geht eine Partnerschaft mit der DFL ein.
Der Wettanbieter Tipico geht eine Partnerschaft mit der DFL ein.
Die DFL wirbt mit Tipico und damit offiziell für Sportwetten. Die Verbände zeigen wie egal ihnen ist, woher das Geld stammt. Ein Kommentar.

Essen. Erst der Deal des DFB mit Chinas U-20 Nationalmannschaft in der Regionalliga-Südwest, nun wirbt die DFL ganz offiziell für Sportwetten: Deutschlands Fußballverbände zeigen wie egal ihnen ist, woher das Geld stammt, so lange es sich vermehrt.

Selbst Konflikte mit den Vereinen werden dabei in Kauf genommen. Ein Verband hat für Neutralität zu stehen, nicht nur bei Schiedsrichterfragen. Wie sportlich ist es, wenn die DFL auf einmal selbst in Konkurrenzsituation bei Sponsoring-Partnern mit ihren Klubs tritt?

Spielsucht ist unterschätzte Volkskrankheit

Die Partnerschaft mit Tipico ist keine ohne Geschmäckle: Spielsucht zählt zu den unterschätzten Volkskrankheiten und seitdem im Internet live gewettet werden kann, geraten gerade immer mehr junge Leute in die Falle.

Die Korruptionsbekämpfungs-Organsation Transparancy International hebt zu Recht den Finger und kritisiert, dass sich die Verbände gerne mit gesellschaftlicher Verantwortung schmücken, die DFL konkret in diesem Fall verweigert, Präventionsprogramme auszubauen und härter gegen Spielmanipulation zu kämpfen. So wurde noch immer kein generelles Wettverbot für aktive Spieler und Spielerinnen auf Fußballspiele ausgesprochen.

So lange ohne Rücksicht auf Werte und Moral weiter kommerzialisiert wird, brauchen sich die Verbände nicht über die zunehmende Entfremdung zwischen Fans und ihrem Sport wundern.

 
 

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