Hummels' Nicht-Tor ist für BVB-Manager Zorc ein "bitterer Nachgeschmack"

Michael Zorc mit seiner Frau Jola in der Berliner Location "Kraftwerk" nach der Pokalpleite gegen Bayern München.
Michael Zorc mit seiner Frau Jola in der Berliner Location "Kraftwerk" nach der Pokalpleite gegen Bayern München.
Foto: Getty Images
Nach der 0:2-Niederlage von Borussia Dortmund gegen den FC Bayern München gab es in den Katakomben des Berliner Olympia-Stadions ein beherrschendes Thema. Auch BVB-Manager Michael Zorc ärgerte sich über die Fehlentscheidung - kritisierte aber auch die Leistung der eigenen Mannschaft.

Berlin.. Herr Zorc, nach der 0:2-Niederlage ihrer Mannschaft im Pokalfinale wird vor allem über das nicht gegebene Tor von Mats Hummels diskutiert. Wie bewerten Sie die Szene?

Michael Zorc: Wenn das Tor für uns gegeben worden wäre, wäre das schon ein großer Vorteil für uns gewesen. Es war relativ deutlich. Ich habe gerade Standbilder gesehen, da muss man schon nicht genau hingeschaut haben, um das nicht gesehen zu haben. Es ist schade, dass so ein Finale letztendlich durch so eine Fehlentscheidung entschieden wird, das ist sehr bitter.

Ist denn der FC Bayern dennoch ein verdienter Sieger des Finales?

Zorc: Die haben natürlich den Ball besser laufen lassen als wir, wir haben es nicht geschafft, unsere Ballbesitzzeiten auszudehnen, haben die Bälle zu schnell verloren. Aber am Ende entscheidet im Fußball das Tor und wenn du dann 1:0 führst, ändert sich sehr oft das Spiel. Das war ja auch die Phase, wo wir nach der Halbzeitpause gerade ins Spiel gefunden haben. Das ist schon sehr bitter. Natürlich hat Bayern dann auch noch die eine oder andere Torchance darüber hinaus gehabt, trotzdem bitter.

War da das Problem, dass Ihre Mannschaft nicht mit der ungewöhnlichen Aufstellung der Bayern mit Dreierkette in der Abwehr zurechtkam?

Zorc: Nein, das Problem war mehr bei uns im eigenen Ballbesitz, das haben wir es nicht geschafft, den Ball kontrolliert nach vorne zu spielen. Wir sind oft gezwungen worden, lange Pässe zu spielen, die kamen dann prompt wieder. Da waren wir nicht richtig im Spiel.

Am Ende steht die 0:2-Niederlage im Pokalfinale. Wie fällt Ihre Gesamtbewertung der Saison 2013/2014 aus?

Zorc: Ich habe schon vorher gesagt, dass wir mit der Saison, mit all den Problemen, die wir im Laufe des Jahres hatten, sehr zufrieden sind. Der zweite Tabellenplatz und die dritte Finalteilnahme nacheinander, immer gegen Bayern München, das ist in Ordnung. Auch in der Champions League haben wir uns gut verkauft. Aber trotzdem, wenn du in einem Finale stehst, dann willst du es auch gewinnen. Und wenn dann ein reguläres Tor nicht gegeben wird, dann ist das schon ein bitterer Nachgeschmack. Aber Hauptsache, wir votieren hier alle gegen Torlinientechnik. Kein Mensch weiß warum, das ist für mich nicht nachvollziehbar. Und auch, warum wir keine Torrichter haben. Jetzt sind wir einmal die Leidtragenden in diesem Punkt. Es ist schade, dass so ein Finale durch so eine Fehlentscheidung entschieden wird.

 
 

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