Drittligist Lotte schockt Bayer Leverkusen im DFB-Pokal

Enttäuschung pur: Bayer Leverkusen scheiterte im DFB-Pokal bereits in der zweiten Runde.
Enttäuschung pur: Bayer Leverkusen scheiterte im DFB-Pokal bereits in der zweiten Runde.
Foto: firo Sportphoto / Ralf Ibing
Zwei Bundesligisten scheiterten überraschend in der zweiten Pokalrunde: Bayer Leverkusen und der SC Freiburg unterlagen im Elfmeterschießen.

Lotte. In einem Pokal-Herzschlagfinale hat sich Bayer Leverkusen in denkwürdiger Weise blamiert und den Einzug ins Achtelfinale verpasst. Beim 3:4 im Elfmeterschießen präsentierten sich die Drittliga-Kicker der Sportfreunde Lotte am Dienstagabend trotz zweier Paraden von Bayer-Torwart Ramazan Özcan nervenstärker. Schon in den 120 Minuten zuvor war der spielerisch enttäuschende Champions-League-Club nicht über ein 2:2 (1:1, 1:0) hinausgekommen. Ohne den gesperrten Trainer Roger Schmidt an der Seitenlinie war es für Bayer der früheste Pokal-Knockout seit dem Erstrunden-Aus in der Saison 2011/12.

Der Drittliga-Aufsteiger kassiert damit nicht nur eine Prämie in Höhe von 630 000 Euro, sondern verschärfte auch die sportliche Krise der Leverkusener. Dabei schien Kevin Volland Bayer mit seinen ersten beiden Pflichtspieltoren (25./95. Minute) den Weg früh geebnet zu haben. Doch zunächst brachte Leverkusens Roberto Hilbert (47.) die Gastgeber durch ein Eigentor zurück ins Spiel, ehe Kevin Freiberger (105.+1) nach Vollands zweitem Treffer der erneute Ausgleich gelang. Im Elfmeterschießen scheiterten auf Leverkusener Seite gleich drei Profis: Neben Volland auch Charles Aranguiz und Julian Baumgartlinger.

Ohne mehrere Verletzte sowie die geschonten Bernd Leno, Julian Brandt und Benjamin Henrichs tat sich Bayer enorm schwer - ein Klassenunterschied war nicht erkennbar. Im Mannschaftsbus sitzend sah der für zwei Spiele mit Innenraumverbot belegte Schmidt, wie sein Team stattdessen früh großes Glück hatte. Nach einem Freistoß köpfte Lottes Matthias Rahn den Ball Mitte der ersten Halbzeit zum vermeintlichen 1:1 ins Tor - doch Referee Tobias Welz gab den Treffer wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht. Eine äußerst fragwürdige Entscheidung, wie die Fernsehbilder verdeutlichten.

Nach drei sieglosen Pflichtspielen in Serie - zuletzt einem 0:3 bei 1899 Hoffenheim in der Bundesliga - war den Gästen das fehlende Selbstvertrauen anzusehen. Große Torchancen gab es mit Ausnahme von Vollands Treffern fast keine zu verzeichnen, Bayer ließ auch gegen eine Drittliga-Abwehr die Durchschlagskraft vermissen. Stattdessen bekamen 8763 Zuschauer viel Unpräzises zu sehen - und starke Gastgeber, die weite Strecken der zweiten Halbzeit dominierten.

Auch das 1:0 entsprang keiner herausgespielten Aktion. Stefan Kießling leitete den Ball nach einem weiten Abschlag von Keeper Ramazan Özcan weiter auf Volland, der ins rechte untere Eck traf.

Danach wurde Lotte stärker und strahlte auch nach dem aberkannten Treffer mehrmals Gefahr aus. Vier Minuten vor der Pause kam Bernd Rosinger in guter Position an den Ball, ließ sich diesen aber von Özcan noch stibitzen. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel profitierten die Drittliga-Kicker dann von einem bösen Hilbert-Aussetzer. Eine Flanke von Alexander Langlitz fälschte der frühere Nationalspieler mit der Hüfte ins eigene Tor ab.

Es entwickelte sich ein Spiel mit vielen Chancen wie zwei weiteren Toren auf beiden Seiten. Erst das Elfmeterschießen brachte die Entscheidung - für Lotte. (dpa)

Der Live-Ticker zum Nachlesen:

Hallescher FC - Hamburger SV 0:4
Frankfurt - Ingolstadt 4:1 n. E.
Mönchengladbach - VfB Stuttgart 2:0
FC St. Pauli - Hertha BSC 0:2
SF Lotte - Bayer Leverkusen 6:5 n.E.
Dynamo Dresden - Bielefeld 0:1
Würzburg - 1860 München 3:4 n. E.
SC Freiburg - Sandhausen 6:7 n. E.
Eintracht Frankfurt - FC Ingolstadt 4:1 n. E.: Frankfurt zieht vor Minuskulisse ins Achtelfinale ein 

Eintracht Frankfurt hat seinen sportlichen Aufwärtstrend auch im DFB-Pokal fortgesetzt. Im Elfmeterschießen setzte sich das Team von Trainer Niko Kovac am Dienstagabend mit 4:1 gegen den FC Ingolstadt durch und steht damit erstmals seit der Saison 2013/14 wieder im Achtelfinale. Nach 120 Minuten hatte es vor der Minuskulisse von 6300 Zuschauern 0:0 gestanden. Wegen der Ausschreitungen bei der Erstrundenpartie in Magdeburg hatten große Teile der Commerzbank-Arena leer bleiben müssen. Der eingewechselte Mexikaner Marco Fabián sah bei den Gastgebern in der 88. Minute wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot.


Trotz des teilweisen Zuschauerausschlusses hatten rund 1000 Ultras der Hessen den Weg ins Stadion gefunden. Die Fans hatten den Dauerkarteninhabern, die normalerweise auf der Gegengerade sitzen, offenbar ihre Tickets abgekauft. So gab es doch noch etwas Unterstützung für die Frankfurter.


Die Eintracht musste kurzfristig auf Torjäger Alexander Meier verzichten. Der Routinier, der zuletzt in Hamburg zur Schonung auf der Bank gesessen hatte, fiel wegen einer Zerrung im Gesäßmuskel aus. Kovac änderte seine Mannschaft im Vergleich zum souveränen 3:0 beim HSV auf insgesamt vier Positionen und machte damit seine angekündigte Rotation wahr. "Ich brauche frische Spieler, auch am Freitag in Gladbach", hatte der Frankfurter Trainer im Vorfeld gesagt.


Doch auch das neuformierte Team knüpfte zunächst an die zuletzt guten Leistungen an und machte am Anfang viel Druck. Ein Schlenzer von Mijat Gacinovic ging knapp am Ingolstädter Tor vorbei (6.), zudem scheiterte Haris Seferovic an Gäste-Torwart Martin Hansen, der den Vorzug vor Stammtorhüter Ørjan Nyland erhalten hatte.


Der FCI beschränkte sich ausnahmslos auf die Defensive, so dass es auf beiden Seiten bis zur Pause keine Chancen mehr zu verzeichnen gab. Nach dem Seitenwechsel wurden die Gäste zunächst etwas mutiger. Erst spielte Mathew Leckie einen Konter schlecht zu Ende, dann kam Stefan Lex frei zum Schuss, traf aus knapp zwölf Metern den Ball aber nicht richtig. Die Eintracht setzte ihre unkonzentrierte Vorstellung dagegen fort. Auch die Einwechslung des zuletzt starken Mexikaners Marco Fabián nach etwas mehr als einer Stunde änderte daran nichts.


Ganz im Gegenteil: Zwei Minuten vor dem Ende flog der Angreifer wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vom Platz. So musste die Eintracht in Unterzahl in die Verlängerung, in der sich der grausame Fußball-Abend nahtlos fortsetzte. Erst in der zweiten Halbzeit der Zusatzschicht hab es wieder Chancen. Zunächst traf Leckie für die Gäste das leere Tor nicht (110.), dann traf Seferovic für die Eintracht per Kopf nur die Latte.

Der Live-Ticker zum Nachlesen:

Hallescher FC - Hamburger SV 0:4
Frankfurt - Ingolstadt 4:1 n. E.
Mönchengladbach - VfB Stuttgart 2:0
FC St. Pauli - Hertha BSC 0:2
SF Lotte - Bayer Leverkusen 6:5 n.E.
Dynamo Dresden - Bielefeld 0:1
Würzburg - 1860 München 3:4 n. E.
SC Freiburg - Sandhausen 6:7 n. E.
Hallescher FC - HSV 0:4: HSV mit Lebenszeichen im DFB-Pokal 

Doppel-Torschütze Bobby Wood hält den schwer kriselnden Hamburger SV zumindest im DFB-Pokal auf Kurs und hat dem Bundesliga-Dino den Weg ins Achtelfinale geebnet. Beim 4:0 (2:0) entschied der US-Amerikaner die Zweitrundenpartie beim Drittligisten Hallescher FC am Dienstagabend mit zwei Treffern bereits vor der Pause (8./43. Minute) und sicherte dem neuen Trainer Markus Gisdol den ersten Sieg. Pierre-Michel Lasogga (57.) und Joker Luca Waldschmidt (82.) legten später noch nach. Für den Bundesliga-Letzten war es der erste Pflichtspielerfolg seit dem 22. August, als der HSV in Pokalrunde eins in Zwickau gewonnen hatte. So war es nach Tagen voller Personaldiskussionen und Querelen ein kleines Lebenszeichen.

Die Hallenser verpassten ihren möglichen ersten Cuperfolg gegen einen Bundesligisten deutlich, durften mit ihrer Vorstellung aber dennoch zufrieden sein. Die beiden frühen Wood-Tore waren kein Ausdruck großer Hamburger Überlegenheit, sondern allenfalls auf die diesmal beachtliche Effektivität der Gäste zurückzuführen. Gegen den unterklassigen Gegner funktionierte der Hamburger Spielaufbau wieder einigermaßen - so durfte auch der in die Kritik geratene HSV-Chef Dietmar Beiersdorfer ein ums andere Mal entspannt lächeln.

Vor 14 004 Zuschauern im ausverkauften Sportpark Halle hatten die Hamburger die Drittliga-Kicker allerdings auskontern müssen, um in Führung zu gehen. Über Lasogga und Filip Kostic gelangte der Ball bei einem Gegenstoß blitzschnell zu Wood. Und der einzige HSV-Akteur, der sich in der laufenden Ligasaison bisher überhaupt in die Torschützenliste eintragen konnte, zeigte sich auch diesmal treffsicher. Er veredelte den Angriff abgeklärt mit einem Schlenzer.

Die Hallenser blieben eifrig, agierten aber selbst viel zu ängstlich und überhastet - so dass die Hamburger Unsicherheit nach all den jüngsten Bundesliga-Pleiten kaum ins Gewicht fiel. Erst nach 40 Minuten verzeichneten die Drittliga-Kicker ihre erste Torchance, doch Selim Aydemir verpasste. Statt des Ausgleichs fiel drei Minuten später das 2:0: Aus 16 Metern traf Wood trocken ins linke Eck.

Neben Wood und Lasogga machten auch Gotoku Sakai und Gideon Jung mit guten Leistungen auf sich aufmerksam. In Erinnerung bleiben wird die Partie aber wohl vor allem Youngster Waldschmidt, der nur Sekunden nach seiner Einwechselung den vierten HSV-Treffer erzielte. (dpa)

Der Live-Ticker zum Nachlesen:

Hallescher FC - Hamburger SV 0:4
Frankfurt - Ingolstadt 4:1 n. E.
Mönchengladbach - VfB Stuttgart 2:0
FC St. Pauli - Hertha BSC 0:2
SF Lotte - Bayer Leverkusen 6:5 n.E.
Dynamo Dresden - Bielefeld 0:1
Würzburg - 1860 München 3:4 n. E.
SC Freiburg - Sandhausen 6:7 n. E.
SC Freiburg - SV Sandhausen 6:7 n. E.: Torwart Knaller beschert Zweitligist Sandhausen überraschenden Achtelfinaleinzug 

Elfmeterheld Marco Knaller hat den Zweitligisten SV Sandhausen überraschend ins Achtelfinale des DFB-Pokals befördert. In einem turbulenten Spiel setzte sich der SVS am Dienstagabend dank zweier gehaltener Strafstöße seines Keepers mit 4:3 nach Elfmeterschießen beim SC Freiburg durch. Nach 120 Minuten hatte es vor 14 600 Zuschauern im Breisgau 3:3 (1:1) gestanden. Der SC Freiburg schied damit wie in der vergangenen Saison bereits in der zweiten Pokalrunde aus. Der SVS dagegen steht zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte im Achtelfinale.

Dabei hatte das Spiel für die Breisgauer vielversprechend begonnen. Mats Möller Daehli brachte die zuvor zehn Heimspiele in Serie siegreichen Gastgeber nach 21 Minuten in Führung. Tim Kister (39. Minute), Andrew Wooten (53.) und Richard Sukuta-Pasu (64.) drehten die Partie aber im Anschluss zugunsten des SVS. Erst der eingewechselte Vincenzo Grifo (76. Minute) brachte Freiburg wieder auf 2:3 heran, dann ereignete sich vor 14 600 Zuschauern die brisanteste Szene des Spiels.

Nach einem Zusammenprall von Freiburgs Janik Haberer und Philipp Klingmann im Sandhäuser Strafraum hatte Schiedsrichter Tobias Stieler zum Entsetzen des SVS auf den Punkt gezeigt. Petersen ließ sich nicht beirren, versenkte den unberechtigten Strafstoß im linken Eck und rettete sein Team in die Verlängerung.

Trainer Christian Streich hatte sein Team im Vergleich zum 2:1 gegen den FC Augsburg am Samstag auf acht Positionen verändert, neu dabei war unter anderem Möller Daehli. Seinen ersten Startelfeinsatz rechtfertige der Norweger gleich mit einem Treffer, als er eine schöne Hackenvorlage von Maximilian Philipp ins linke Toreck schoss.

Der Bundesligist kontrollierte danach die Partie, brachte die Gäste aber durch einen individuellen Patzer wieder ins Spiel. Nach einem Fehlpass des schwachen Georg Niedermeier kam Sandhausen zu einer Ecke, in dessen Anschluss es kurios wurde: beim Durcheinander im Strafraum reagierte SCF-Torhüter Rafal Giekewicz zweimal stark, beim dritten Nachschuss von Kister war er aber chancenlos.

Die Freiburger Defensive agierte auch kurz nach dem Wiederanpfiff äußerst unglücklich. Als Sukuta-Pasu sich den Ball zu weit vorgelegt hatte, grätschte Freiburgs Christian Günter ihm den Ball ans Schienbein - von da sprang er zu Wooten, der problemlos zum Führungstreffer ins lange Eck schoss. Und auch beim dritten SVS-Tor setzte sich die Fehlerkette in Freiburgs Defensive fort. Ein schwacher Rückpass von Onur Bulut leitete den nächsten Sandhäuser Angriff ein, den Sukuta-Pasu nach schöner Vorlage von Korbinian Vollmann perfekt abschloss.

Erst mit dem Tor des eingewechselten Grifo, der nach starkem Solo traf, kamen die Gastgeber wieder besser ins Spiel, Petersen sorgte per Elfmeter für den späten Ausgleich - bis es dann ins Elfmeterschießen ging. (dpa)

Der Live-Ticker zum Nachlesen:

Hallescher FC - Hamburger SV 0:4
Frankfurt - Ingolstadt 4:1 n. E.
Mönchengladbach - VfB Stuttgart 2:0
FC St. Pauli - Hertha BSC 0:2
SF Lotte - Bayer Leverkusen 6:5 n.E.
Dynamo Dresden - Bielefeld 0:1
Würzburg - 1860 München 3:4 n. E.
SC Freiburg - Sandhausen 6:7 n. E.
FC St. Pauli - Hertha BSC 0:2: Hertha auch im DFB-Pokal souverän 

Hertha BSC setzt seinen Lauf auch im DFB-Pokal fort. Durch ein lockeres 2:0 (1:0) beim wacker kämpfenden Zweitliga-Letzten FC St. Pauli zog der Tabellendritte der Fußball-Bundesliga am Dienstagabend ins Achtelfinale ein. Mitchell Weiser (42. Minute) und Valentin Stocker (54.) sorgten vor 29.123 Zuschauern am Millerntor für den verdienten Erfolg. Für die Mannschaft von Trainer Ewald Lienen war es dagegen der nächste Rückschlag und die fünfte Niederlage in Serie.

Lienen hatte in seiner unerwarteten Wutrede am Tag vor dem Pokalspiel von seinen Spielern Einsatz eingefordert. Und dem kam das bunt zusammengewürfelte Team von Anfang an nach. Mit Brian Koglin, der sein Pflichtspieldebüt bei den Kiezkickern feierte, und Maurice Litka als weiterem Youngster ohne große Profierfahrung in der Startelf, verkauften sich Not-Elf des Zweitliga-Letzten sehr teuer.

Die Hertha hatte allerdings von Beginn an mehr vom Spiel, tat sich aber wie der Gastgeber in der Offensive ziemlich schwer. Ein Schuss von Weiser (23.) war lange die einzig nennenswerte Aktion. So dauerte es mit der Hertha-Führung bis zur 42. Minute. Ein Schussversuch von Salomon Kalou wurde zunächst abgeblockt. Doch dann erkämpfte sich Weiser den Ball, zog nach innen und schoss von der Strafraumgrenze ins lange Eck.

Hertha spielte über weite Strecken des Spiels deutlich sicherer als Pauli, was natürlich auch an der völlig anderen sportlichen, aber auch der Personalsituation lag. Im Vergleich zu den von Verletzungsproblemen geplagten Hausherren war Dardai in seiner Personalauswahl relativ flexibel. Im Vergleich zum 2:1 im gegen Köln am Wochenende brachte er den in der Liga gesperrten Stocker von Anfang an, was sich bezahlt machte.

Und erneut ging dem zweiten Berliner Treffer eine starke Einzelleistung des überragenden Weiser voraus. Mit zwei Finten schüttelte der 22-Jährige im Strafraum seinen Gegenspieler Daniel Buballa ab und flankte auf den langen Pfosten, wo Stocker aus kurzer Distanz zur Vorentscheidung einköpfte. Auch im Anschluss gaben sich die Gastgeber nicht auf, konnten den souveränen Bundesligisten aber kaum noch in Bedrängnis bringen. (dpa)

Der Live-Ticker zum Nachlesen:

Hallescher FC - Hamburger SV 0:4
Frankfurt - Ingolstadt 4:1 n. E.
Mönchengladbach - VfB Stuttgart 2:0
FC St. Pauli - Hertha BSC 0:2
SF Lotte - Bayer Leverkusen 6:5 n.E.
Dynamo Dresden - Bielefeld 0:1
Würzburg - 1860 München 3:4 n. E.
SC Freiburg - Sandhausen 6:7 n. E.
Würzburger Kickers - 1860 München 3:4 n. E.: Löwen gewinnen Pokalkampf 

Mit großer Moral und den besseren Nerven im Elfmeterschießen hat sich der TSV 1860 München im Derby bei den Würzburger Kickers ins Achtelfinale des DFB-Pokals gekämpft. Nach 120 torlosen Minuten setzten sich die "Löwen" am Dienstagabend mit 4:3 in dem Duell der beiden Fußball-Zweitligisten vom Punkt durch. Nach vier Niederlagen nacheinander - darunter ein 0:2 in Würzburg - konnten die Münchner "Löwen" und ihr Trainer Kosta Runjaic wieder einmal jubeln.

Bei den unglücklichen Kickers schoss Nejmeddin Daghfous den letzten und alles entscheidenden Elfmeter an die Latte. Das Weiterkommen lohnt sich für die Sechziger auch finanziell: Im Achtelfinale sind 630 000 Euro aus der Zentralvermarktung des DFB garantiert.

Beide Trainer nahmen in der Englischen Woche vier Umstellungen vor und setzten auf frische Kräfte. Die Kickers agierten zunächst zielstrebiger. Einen wuchtigen Freistoß des Standard-Spezialisten Daghfous aus 30 Metern musste 1860-Torwart Jan Zimmermann mit den Fäusten abwehren (30.). Im Elfmeterschießern parierte Zimmermann zudem den Schuss von Elia Soriano.

1860-Coach Kosta Runjaic brachte zur Pause Victor Andrade, der Tempo ins Münchner Angriffsspiel bringen sollte. Der Brasilianer verletzte sich jedoch bei einem Zweikampf am linken Knie und humpelte wieder vom Platz (67.). Der nächste Ausfall für die gebeutelten "Löwen".

Für Andrade kam Levent Aycicek, der einigen Schwung entfachte und im Strafraum über den grätschenden Felix Müller stürzte (80.). Vehement forderten die Sechziger Elfmeter. In der Verlängerung köpfte der eingewechselte Ex-"Löwe" Valdet Rama an die Latte (99.). Auf der Gegenseite verhinderte Kickers-Torwart Jörg Siebenhandl bei einem Schuss von Stefan Mugosa in der 112. Spielminute das 0:1. (dpa)

Der Live-Ticker zum Nachlesen:

Hallescher FC - Hamburger SV 0:4
Frankfurt - Ingolstadt 4:1 n. E.
Mönchengladbach - VfB Stuttgart 2:0
FC St. Pauli - Hertha BSC 0:2
SF Lotte - Bayer Leverkusen 6:5 n.E.
Dynamo Dresden - Bielefeld 0:1
Würzburg - 1860 München 3:4 n. E.
SC Freiburg - Sandhausen 6:7 n. E.
Dynamo Dresden - Arminia Bielefeld 0:1: Interimstrainer führt Bielefeld zum Pokal-Coup in Dresden 

Mit Interimstrainer Carsten Rump hat Arminia Bielefeld als erstes Team das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Die Ostwestfalen gewannen am Dienstag in der 2. Runde bei Zweitliga-Konkurrent Dynamo Dresden mit 1:0 (0:0). Vor 26 819 Zuschauern erzielte Christoph Hemlein nach einem Konter in der 66. Minute das entscheidende Tor.

Dynamo hätte die Partie bereits in der ersten Halbzeit entscheiden müssen. Allein der frühere Bielefelder Pascal Testroet hatte vier klare Chancen, scheiterte jedoch entweder an Torhüter Wolfgang Hesl (5., 18., 21.) oder am Pfosten (45.+1). Die Möglichkeiten waren alle hervorragend herausgespielt. Dennoch stand die Verteidigung der Arminia sehr gut und verdichtete schon im Mittelfeld die Räume klug.

Rump war zum früher erfolgreichen System mit nur einer Spitze zurückgekehrt und sorgte damit für mehr Sicherheit im Bielefelder Spiel. Nach vorn ging aber so gut wie nichts, Fabian Klos hatte in der 41. Minute eine erste Möglichkeit.

Auch nach dem Wechsel dominierten die Gastgeber, das Tor aber schossen die Gäste. Manuel Junglas bediente an der Mittellinie Hemlein, der allein auf Marvin Schwäbe zulief und flach vollendete. Die folgenden Dynamo-Angriffe brachten nicht viel. Bielefeld hatte durch Julian Börner nach 81 Minuten die Möglichkeit zur frühzeitigen Entscheidung, doch Schwäbe hielt. (dpa)

Der Live-Ticker zum Nachlesen:

Hallescher FC - Hamburger SV 0:4
Frankfurt - Ingolstadt 4:1 n. E.
Mönchengladbach - VfB Stuttgart 2:0
FC St. Pauli - Hertha BSC 0:2
SF Lotte - Bayer Leverkusen 6:5 n.E.
Dynamo Dresden - Bielefeld 0:1
Würzburg - 1860 München 3:4 n. E.
SC Freiburg - Sandhausen 6:7 n. E.