Deutsches Fußball-Museum: Finanzierung in der Kritik

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Dortmund. Für 30 Millionen Euro entsteht in Dortmund das Deutsche Fußball-Museum. „Viel Geld für die schönste Nebensache der Welt“, kritisiert jetzt der Bund der Steuerzahler. Der Löwenanteil würde vom Land und damit vom Steuerzahler getragen – egal ob Fußball-Fan oder nicht.

Gegenüber dem Dortmunder Hauptbahnhof soll bis 2012 die 6000 Quadratmeter große Anlage entstehen - 250.000 Besucher könnten nach den ersten Erwartungen jährlich den Weg in die Erlebniswelt für Fußball-Fans finden.

Land mit 18,5 Millionen Euro beteiligt

Mit maximal 18,5 Millionen Euro ist das Land an der Anlage beteiligt. Die verbleibenden 11,5 Millionen Euro werden vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) übernommen. „Zu viel Steuergeld für eine Nebensache“, sagt nun der Bund der Steuerzahler in Nordrhein-Westfalen.

Dabei kritisiert der Bund der Steuerzahler, dass nicht vorhersehbar sei, wer für zusätzliche Baukosten aufkommt, falls das geplante Budget überschritten wird. Das Land hatte hierzu erklärt, dass es nicht vorgesehen sei, weitere Kosten zu übernehmen.

Außerdem beunruhigen den Bund der Steuerzahler Meldungen, wonach mögliche Defizite des Fußball-Museums von beiden Betreibern getragen werden müssen. In einem noch nicht unterzeichneten Vertrag soll der Anteil des Deutschen Fußball-Bunds allerdings auf 250.000 Euro begrenzt sein. Der restliche Betrag müsse demnach von der Stadt übernommen werden.

Die finanziell ebenso am Fußball-Museum beteiligte Stadt Dortmund hatte das Grundstück kostenlos zur Verfügung gestellt. (dihei)

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