Coronavirus versetzt Bundesliga in Chaos! Wie kann es zu DIESEN Entscheidungen kommen?

Die Bundesliga ist mit dem Coronavirus derzeit heillos überfordert.
Die Bundesliga ist mit dem Coronavirus derzeit heillos überfordert.
Foto: imago images/Kirchner-Media - imago images/Matthias Koch imago/images/Christian Schroedter - Collage: DER WESTEN

Das Coronavirus erschüttert derzeit die Bundesliga. Und als die Fans glaubten, dass Vereine, Verband und Liga sich auf einen einheitlichen Umgang mit der Situation geeinigt hätten, versinkt der deutsche Fußball komplett im Chaos.

Die Veranstalter der beiden größten Derbys in NRW machten es doch eigentlich vor, wie die Bundesliga auf das Coronavirus reagieren sollte. Sowohl das Rheinderby zwischen Gladbach und Köln am Mittwoch als auch das Revierderby zwischen Dortmund und Schalke am Samstag finden vor leeren Rängen statt, wie die gastgebenden Vereine und Städte am Dienstag bestätigten. Der DFB zog nach und verkündete kurz darauf, dass auch das Länderspiel zwischen Deutschland und Italien am 31. März in Nürnberg ohne Zuschauer stattfindet.

Coronavirus stürzt Bundesliga ins Chaos

Bei den meisten Fans der betroffenen Vereine wich die Enttäuschung über die Geisterspiele schnell der Einsicht, dass dies zum Schutz der Bevölkerung vermutlich die richtigen Entscheidungen waren. Und als manch einer schon glaubte, dass die Entscheidungen zu Geisterspielen nach dem Vorbild der beiden Derbys von allen anderen Bundesligisten und deren Städten mitgetragen werden, gab es bereits erste Stimmen, die dagegenhielten.

So tönte Dirk Zingler, Präsident von Union Berlin, vor dem anstehenden Heimspiel gegen die Bayern: „Ich gehe davon aus, dass kein Grund besteht, das Spiel ohne Zuschauer stattfinden zu lassen.“ Wenig später verkündete Union Berlin, dass die Partie tatsächlich vor ausverkaufter Kulisse stattfindet.

Leipzig fährt uneinheitlichen Kurs

Besonders kurios ist die Situation in Leipzig. Dort wurde die große Buchmesse, die am Donnerstag hätte beginnen sollen, aufgrund des Coronavirus abgesagt. Gleichzeitig hielt die Stadt an den Plänen fest, das Champions-League-Spiel gegen Tottenham am Dienstagabend vor Zuschauern abzuhalten.

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Nicht nur das: Während des Spiels gibt der britische Pop-Star James Blunt in der Arena Leipzig unmittelbar neben dem Stadion ein Konzert, so dass es am Dienstagabend auf dem Gelände rund um Stadion und Arena zu einer riesigen Menschenansammlung kommt, wie es sie in dieser Größe bei der Buchmesse niemals gegeben hätte.

Nagelsmann mit wichtiger Forderung

RB-Trainer Julian Nagelsmann stellte nun die vernünftige Forderung, dass die Liga gemeinsam an einem Strang ziehen solle: „Da darf man in meinen Augen nicht unterscheiden zwischen Bundesländern, wo mehr Infizierte aktuell leben und zwischen Bundesländern, wo weniger Infizierte leben.“

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Nagelsmanns Wunsch wirkt derzeit wie eine Utopie. Aktuell befindet die Bundesliga sich wegen des Coronavirus im Chaos. Ein Ende ist vorerst nicht in Sicht.

 
 

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