Dortmund

Was Borussia Dortmunds Talent Jadon Sancho von Ex-BVB-Profi Emre Mor unterscheidet

Wird immer besser beim BVB: Jadon Sancho.
Wird immer besser beim BVB: Jadon Sancho.
Foto: dpa

Dortmund. Die bisherige Bilanz liest sich eher kümmerlich: Sechs Minuten kam Jadon Sancho gegen Eintracht Frankfurt (2:2) zum Einsatz, zehn waren es gegen Bayern München (1:3). Eine Viertelstunde Bundesliga.

Der Jung-Profi von Borussia Dortmund, Jahrgang 2000 und damit gerade mal 17 Jahre alt, hat in seinem ersten halben Jahr in Dortmund ein überschaubares Maß an Erfahrungen gemacht. Zumindest oberflächlich betrachtet. Tatsächlich aber entwickelt er sich im Schatten derer, die im Mittelpunkt stehen, beträchtlich nach vorn.

Darauf deuteten seine Leistungen im Trainingslager in Marbella hin. Und das bestätigen die Sätze, die sein Trainer Peter Stöger zwei Tage vor dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg (Sonntag, 18 Uhr) über ihn sagt.

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„Er ist sehr willig und hat richtig gute Qualität“

„Das ist ein sehr, sehr talentierter, relativ junger und ungestümer Bursche“, sagt der Österreicher. „Er ist sehr willig und hat richtig gute Qualität.“

Ein Spieler, der durch seine individuelle Qualität im Dribbling immer wieder neue Lösungen schaffen kann. Das Problem dieser Spieler ist jedoch manches Mal, dass sie nicht wissen, wann der Zeitpunkt gekommen ist, den Ball besser abzuspielen.

Was Sancho von Emre Mor unterscheidet

Den infantilen Emre Mor brachte dies in Dortmund zum Scheitern. Sancho ist anders, wenngleich auch er noch dazu lernt. „Er ist stark im eins gegen eins, ein bisschen verspielt noch und zu wenig auf den Endzweck aus“, wie Stöger sagt. Er meint: aufs Toreschießen aus.

Aber die Entwicklung des jungen Engländers goutiert Stöger. In besagtem Trainingslager, als Sancho in den Testspielen gegen Fortuna Düsseldorf und SV Zulte Waregem einen sehr ordentlichen Eindruck hinterließ, habe der Spiele einen „guten Schritt nach vorne“ gemacht.

Chance gegen Wolfsburg?

Für die Partie gegen Wolfsburg mag das nicht zwingend etwas bedeuten. Aber zumindest scheint Sancho wegen der verletzungsbedingten Ausfälle von Marco Reus und Maximilian Philipp sowie der Formsuche von André Schürrle als offensiver Außenspieler Einsatzzeiten deutlich näher gekommen zu sein.

Dann könnte sich glücklich fügen, was einander in der Vergangenheit nicht fand. Denn: Stöger, damals noch Trainer des 1. FC Köln, wollte Sancho aus der Jugend-Mannschaft von Manchester City ebenfalls in die Bundesliga locken. „Wir waren so verwegen und haben ihn länger unter Beobachtung gehabt, haben es aber überraschenderweise nicht geschafft, ihn nach Köln zu holen.“

 
 

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