Warum mehr Emotionalität und Aggressivität dem BVB gut tut

Voller Emotion: Mario Götze und seine BVB-Kollegen bejubeln ein Tor.
Voller Emotion: Mario Götze und seine BVB-Kollegen bejubeln ein Tor.
Foto: FIRO
Gute Technik und kluge Taktik sind wichtig im Fußball - aber sie sind nicht alles. In der Hinsicht hat auch der BVB hinzugelernt. Ein Kommentar.

Essen.. Kein Trainer der Welt würde seine Mannschaft heute noch so aufs Feld schicken: „Geht’s raus und spielt’s Fußball“, sagte Franz Beckenbauer vor dem Finale der Weltmeisterschaft 1990 zu seinen Spielern. Heute dagegen debattiert der gemeine Fan in Foren und Blogs über die vertikale Acht, den abkippenden Sechser und fluide Bewegungen in den Halbräumen.

Das hat viel Gutes, weil es den Diskurs über Fußball in diesem Land endlich wegbewegt vom Die-Spieler-müssen-Grasfressen-wir-wollen-euch-kämpfen-sehen-und-wenn-er-aufs-Klo-geht-gehst-du-mit-Niveau vergangener Tage. Einerseits.

Andererseits wird der Blick so oft allzu sehr verengt. Denn Fußball ist mehr, viel mehr als Schach auf dem Rasen. „Der Bauer macht keine Stockfehler“, sagte einst Felix Magath als Begründung, dass Taktik eben nicht alles ist.

Gegen Liverpool fehlte dem BVB die Aggressivität

Auch der BVB hat damit schon seine Erfahrungen gemacht: Im April gastierte er beim FC Liverpool, führte dank überlegener Spielanlage mit 3:1 und war damit so gut wie sicher weiter. Doch als Liverpool immer mehr aufdrehte, hatten die Dortmunder nichts entgegenzusetzen, wurden förmlich niedergerannt.

Nun zeigt der BVB: Auch er kann kämpfen. Ein wichtiger Fortschritt – der aber dringend nötig war, will man nach 2012 mal wieder einen Titel gewinnen.

 
 

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