Warum die Karriere von BVB-Spieler Passlack in Hoffenheim kräftig ins Stocken gerät

Seltenes Gefühl: Felix Passlack (rechts) schnuppert Bundesliga-Luft. Hier im Duell mit Daniel Brosinski von Mainz 05.
Seltenes Gefühl: Felix Passlack (rechts) schnuppert Bundesliga-Luft. Hier im Duell mit Daniel Brosinski von Mainz 05.
Foto: Getty Images

Sinsheim. Natürlich hatte sich Felix Passlack das ganz anders vorgestellt. Als sein Abenteuer bei der TSG Hoffenheim im Sommer 2017 begann, freute er sich noch auf die neue Aufgabe. Für zwei Jahre hat ihn Borussia Dortmund nach Sinsheim verliehen. Passlack, eines der bekanntesten Talente der letzten Jahre im deutschen Fußball, soll Spielpraxis sammeln. Doch das klappt nicht, zumindest nicht so wie geplant.

Denn der 19-Jährige steht mittlerweile nicht mal mehr im Kader der von Julian Nagelsmann trainierten Mannschaft. Er hilft nur noch in der zweiten Mannschaft aus. Regionalliga Südwest statt Bundesliga. SV 07 Elversberg statt FC Bayern München.

Passlack muss in der Regionalliga ran

Immerhin lässt sich der gebürtige Bottroper nicht hängen. Gegen Elversberg erzielte Passlack kurz vor dem Abpfiff den Treffer zum 1:1 (0:1)-Endstand. In jetzt fünf Regionalligapartien für die TSG-Vertretung rannte er jeweils 90 Minuten über den Rasen. Bei den Profis kommt er bislang auf nur 74 Bundesliga-Minuten - und die sammelte er zu Beginn der Saison.

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Schwieriges Jahr bei Borussia Dortmund

Geäußert hat sich Passlack bislang noch nicht zu seiner Situation. Das machten andere. Trainer Julian Nagelsmann hatte über die Lage des 19-Jährigen erklärt: „Man sieht einfach, dass er letztes Jahr 0,0 Rhythmus hatte. Er hat die Chance in der Bundesliga nicht überragend genutzt, sondern normal gespielt. Normal, dass andere vorne dran sind.“

Und TSG-Sportdirektor Alexander Rosen meinte gegenüber dem Kicker: "Felix ist ein ganz junger Kerl, der aufgrund seines Jahrgangs eigentlich seine erste Seniorensaison absolviert. Man darf nicht vergessen, dass er aus einem persönlich schwierigen Jahr in Dortmund kommt."

Beide Aussagen stammen allerdings aus dem letzten Jahr, seitdem hat sich die Situation nicht gebessert. Noch hat Passlack anderthalb Jahre Zeit, sich in Hoffenheim auch bei den Profis einen Stammplatz zu erkämpfen, dann endet das Leihgeschäft. Er würde beim BVB sicher bessere Karten haben, wenn er nicht als Reservist zurückkehren würde. (las)

 
 

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