U19-Team von Borussia Dortmund nach 0:4 in Berlin vor dem Aus

Hertha war nicht zu stoppen: Die Dortmunder kassierten im U19-Halbfinale-Hinspiel eine klare Klatsche.
Hertha war nicht zu stoppen: Die Dortmunder kassierten im U19-Halbfinale-Hinspiel eine klare Klatsche.
Foto: Getty
Titelverteidiger Dortmund muss im Halbfinal-Rückspiel der U19-Meisterschaft ein 0:4 drehen. Bei Hertha BSC geriet der BVB unter die Räder.

Berlin.. Der Titel-Hattrick ist für die A-Jugend von Borussia Dortmund in weite Ferne gerückt. Am Donnerstag verlor der BVB das Halbfinal-Hinspiel bei Hertha BSC mit 0:4 (0:2).

Die Euphorie war auf beiden Seiten groß. Erst am letzten Spieltag der Hauptrunde hatten sich die Teams von Hertha BSC und Borussia Dortmund für die Endrunde um die deutsche U19-Meisterschaft qualifiziert. Der BVB profitierte von einem Patzer des VfL Bochum beim SC Paderborn (1:1) und sicherte sich als Zweiter hinter Schalke 04 das Ticket für die Endrunde. Die Hertha zog in letzter Minute am Hamburger SV vorbei und geht als Meister der Nord/Nordost-Staffel an den Start.

BVB hat große Probleme mit Berliner Tempo

Nichtsdestotrotz hatte der BVB nach zwei Meistertiteln in Folge die Favoritenrolle inne. Davon war im Stadion auf dem Wurfplatz auf dem Berliner Olympiagelände jedoch von Beginn an nichts zu sehen. Die Mannschaft von Trainer Benjamin Hoffmann hatte große Probleme mit dem hohen Tempo der Berliner und geriet frühzeitig unter die Räder. Nikos Zografakis schockte den BVB mit einem Doppelpack in der Anfangsphase (7., 9.). Bei beiden Treffern patzten die Gäste auf der rechten Abwehrseite.

Für den Meister war das nur der Beginn eines rabenschwarzen Nachmittages. Ab der 30. Minute musste die Borussia mit einem Mann weniger auskommen. Julius Schell sah aufgrund einer Notbremse gegen Hertha-Torjäger Muhamed Kiprit die Rote Karte. Eine harte, aber vertretbare Entscheidung des Schiedsrichters.

BVB braucht nun ein Wunder

Kiprit war es auch, der das Ergebnis nach der Halbzeit hochschraubte. Der Hertha-Stürmer, der sich mit 23 Treffern die Torjägerkrone in der Nord-Staffel sicherte, sorgte mit seinen Treffern in der 53. und 65. Minute für eine Vorentscheidung in diesem Halbfinal-Duell. Dortmund ging in Unterzahl die Luft aus. Die Niederlage war auch in dieser Höhe verdient. Der BVB benötigt im Rückspiel am Mittwoch (16:30 Uhr, BVB-Trainingsgelände) ein Wunder, um den Traum vom Titel-Hattrick aufrecht zu erhalten.

Das erste Halbfinale hatte der Dortmunder Lokalrivale Schalke 04 mit 1:0 bei der TSG Hoffenheim gewonnen. (mh)

 
 

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